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Zurück in Efteling

Wiedersehen mit Monsieur Cannibale, Vogel Rok und dem Sprookjesboom

Efteling
Wir wurden von Visit Brabant zu diesem Rechercheaufenthalt eingeladen.
Wie immer berichten wir davon unbeeinflusst von unseren persönlichen Erlebnissen.

Wir sind wieder zurück in Efeling! Kaum durch die Eingangspforten hineinmarschiert, hüpfen im Kopf und Bein schon die lustigen Melodien von Monsieur Cannibale („Je ne veux pas mourir…“) und der muntermachende African Beat (in Kindergartentagen von Milan und seinem Freund Calvin auch bekannt als „Effambambi“).

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Zurück in Efteling!

Da wir den größten und tollsten Freizeitpark der Niederlande (oder sogar der Welt?) schon ganz gut kennen (wir waren gemeinsam vor zwei Jahren hier) und ich letztes Jahr noch einmal mit meiner Schwester und meinen beiden älteren Nichten (eins der besten Geburtstagsgeschenke, die ich je bekommen habe, sodass ich mich Weihnachten gleich revanchiert habe), wissen wir schon genau, wohin wir rennen müssen, um unsere Lieblingsattraktionen gezielt anzusteuern.

Mit dem Märchenwald, wo die Geschichte von Efteling 1952 begann, wollen wir uns erst einmal nicht „aufhalten“, auch wenn hier die bekannten Efteling-Wahrzeichen wie der Langhals und der sprechende Märchenbaum zu finden sind. Einen kurzen Abstecher in den Märchenwald machen wir trotzdem eben, so war zumindest der Plan. Aus dem wird allerdings nicht. Wer erst einmal beim sprechenden Baum angelangt ist, wird auch in seinen Bann gezogen und hört seiner Geschichte zu. Wer den Sprookjesboom gesehen hat, will nun aber auch den Langhals sehen, den schlafenden Riesen und den Däumling. Und wer das alles gesehen hat, will auch durchs Märchenschloss laufen und die orientalische Märchenwelt sehen und zuschauen, wenn die Prinzessinnen in den Wasserlilien sich zu „Effambambi“ drehen.

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Nur kurz dem schlafenden Riesen einen Besuch abstatten
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Und noch kurz beim Märchenschloss vorbei
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Und der Geschichte des Sprookjesboom lauschen

So, jetzt müssen wir aber endlich zu Monsieur Cannibale und Vogel Rok! An dem Dampfkarussell kommen wir allerdings nicht vorbei, ohne zumindest einmal damit gefahren zu sein – in einer lustig auf und ab schwankenden Kutsche, in der man sich weit ins letzte Jahrhundert zurückversetzt fühlt.

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Noch eben eine Runde Dampfkarussell fahren

Bevor wir Monsieur Cannibale und Vogel Rok erreichen, schauen wir aber auch einmal beim Anton Pieck Plein vorbei, wo Milan und ich ein paar Runden Kettenkarussell fahren. Währenddessen genießen Andi und Mato die schöne Aussicht aus der Monorail Schneckenbahn, Matos Lieblingsattraktion vor zwei Jahren, die ihm auch heute noch gefällt.

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Immer wieder ein großer Spaß: das Kettenkarussell
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Und als ruhigere Alternative die Monorailbahn

Und zwischendurch bleiben wir immer wieder stehen und genießen die Natur. Der gesamte Freizeitpark Efteling ist unheimlich liebevoll und gepflegt angelegt, sodass es viel Freude macht, auch einfach mal nur durch die Natur zu schlendern.

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Wunderschön angelegte Gärten im Märchenreich in Efteling
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Das Efteling Logo hier in Gold
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Fliegen da etwa Drachen über dem See?

Jetzt wollen wir aber etwas mehr Action! Also schnell weiter in Richtung der drehenden Kochtöpfe, wo Monsieur Cannibale uns erwartet. In der ersten Runde begehen wir den Fehler, versehentlich in einen sich nicht um die eigene Achse drehenden Kochtopf Platz zu nehmen und wundern uns schon, warum wir die Fahrt viel wilder in Erinnerung hatten. Die zweite Runde und alle (ca. 15) darauffolgenden sind wir schlauer und fahren auf der Drehscheibe mit. Was für ein Spaß!

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Endlich angekommen bei Monsieur Cannibale!

Nun ist es aber wirklich Zeit für Vogel Rok, die Achterbahn im Dunkeln, die praktischerweise genau vis-á-vis von Monsieur Cannibale liegt. Hier fahren allerdings nur Milan und ich mit, dafür umso häufiger. Es wird aber auch nie langweilig, sodass wir uns nach jeder Runde anschauen und einstimmig beschließen: „nochmal!“ Der Anstieg zu Beginn, es ist wirklich stockfinster, der Dampf von rechts mit dem eigentümlichen Geruch, der schwach beleuchtete Vogel Rok links, untermauert von gruseligem Vogelgekreische, der Coaster nimmt inzwischen richtig Fahrt auf und fährt eine waghalsige Linkskurve, fährt in einen Schlund hinein, Lichter blinken … und schon ist die Fahrt leider schon wieder vorbei. Aber wir fahren ja nochmal!

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Vogel Rok

Und schon ist es Zeit fürs Mittagessen. Wir kehren gleich neben Vogel Rok in das Selbstbedienungsrestaurant Panorama ein. Das Wetter ist wider Erwarten so schön, dass wir in der Sonne auf der Terrasse unsere Broodjes und Salate essen können. So gestärkt treten wir den Weg in Richtung Riesenschiffsschaukel, meine Attraktion vom letzten Mal, an.

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Zum Nachtisch ein paar leckere Spirelli

Die Riesenschaukel ist immer noch der Hammer! Milan traut sich zum Glück mit rein, denn alleine macht es natürlich nur halb so viel Spaß. Es gibt zwei Schlangen: eine für die besonders Wagemutigen (zu denen wir nicht gehören), die freiwillig ganz außen sitzen wollen, und eine zweite (deutlich kürzere) für Leute wie uns, denen das Kribbeln im Bauch schon in der Mitte der Schaukel vollkommen ausreicht. Hier hat meine Schwester in einer Mischung aus Panik und Jauchzen letztes Jahr den ganzen Park zusammengebrüllt und als ich sie anschließend eher im Spaß fragte, ob wir nochmal fahren, rief sie sofort „ja“!

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Schon in der Mitte wirklich heftig

Auch jetzt beantworten wir diese Frage immer wieder mit ja, haben allerdings ein leicht schlechtes Gewissen, ob Andi und Mato sich nicht langweilen. Tun sie nicht, denn Mato hat sich in den Kopf gesetzt, für 4 Euro in 3 Versuchen einen Basketball einzulochen, um so ein Riesenplüschungetüm zu gewinnen. Wir gesellen uns dazu, um ihn anzufeuern. Das Mädel, das hier arbeitet, lässt ihn freundlicherweise sogar auf dem Tresen sitzen und aus Mitleid, nachdem er dreimal nicht getroffen hat, noch ein viertes Mal probieren, was leider auch nicht klappt. Jetzt haben wir den Salat bzw. den Frust. Nun muss Milan ran und trifft tatsächlich. Er entscheidet sich für einen wahlweise rot oder silber glitzernden Paillettendonut, den er fortan auf dem Kopf wie einen Sombrero umherträgt und so für Belustigung in ganz Efteling sorgt.

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Milans Donut-Sombrero

Ein paar weitere Highlights haben wir noch vor uns, und damit meine ich nicht die Spirelli-Kartoffeln und die frisch gebackenen Riesenstroopwafels. Andi testet die Pagode, eine Art schwebende Aussichtsplattform, aus der man sich einen sehr guten Überblick nicht nur über Efteling, sondern auch einen großen Teil von Brabant verschaffen kann. Auch die Fahrt durch die Fantasiewelt Symbolica hat es Mato und Andi angetan, während Milan und ich noch ein paar Runden Riesenschiffsschaukel fahren.

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Die schwebende Pagode

Auf die superkrasse freier Fall-Achterbahn Baron 1898 trauen wir uns auch dieses Jahr nicht, obwohl Milan mit einer Größe von über 1,40m dürfte. Aber das ist auch mir zu heftig, freier Fall aus fast 40 Metern, vielleicht nächstes Mal. Schon vom Zuschauen bekomme ich weiche Knie und feuchte Hände.

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Hilfe! Der Baron!

Wir entscheiden uns für die Wildwasserbahn Piraña, auf die wir alle zusammen gehen. So feuchtfröhlich hatten wir sie gar nicht in Erinnerung. Ziemlich nass sind wir schon nach den ersten Minuten. Stehen da etwa andere Besucher und feuern Wasserkanonen auf uns ab oder bilden wir uns das nur ein? Ich sitze in einer Riesenpfütze und wünschte, ich hätte mir auch einen überdimensionalen Donut geschossen, den ich jetzt als schützenden Sombrero über mich halten könnte. Spaß macht es aber schon. Und da die Sonne ziemlich knallt, trocknen wir auch schnell wieder.

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Die Wildwasserbahn Piraña
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Gleich wird's nass!

Jetzt trauen wir uns auf die Bobbahn, wo wir (genau, wie die praktische Efteling App es vorhergesagt hat) zum ersten Mal an diesem Tag etwas länger anstehen müssen, 25 Minuten, die mit fröhlichem Schweizer Jodeln aus den Boxen (hier ist alles im Alpinstyle) schnell vergehen. Mato findet den Bob zu heftig und schreit die gesamte Fahrt über, sodass wir sie nur so halb genießen und ihn parallel beruhigen müssen. Zum Glück sind wir morgen auch noch einmal hier und ich weiß schon, wo unser Tag startet (dann ohne Mato!)!

Und nun ist auch schon Zeit für unser Abendprogramm: um 18.30 beginnt die Show Caro im Efteling Theater. Zunächst können wir uns nichts Konkretes darunter vorstellen, sind aber sofort begeistert. Alles dreht sich um die Lebensgeschichte von Oscar, der vermeintlich ein gewöhnlicher Zuschauer ist und man erst im Verlauf merkt, dass er das vielleicht doch nicht ist (aber mehr will ich gar nicht verraten). Die Akrobaten, es ist ein großes Ensemble, haben wirklich was drauf. Am faszinierendsten finde ich die „Schlangenmenschen“, die sich von der Decke herabschlängeln, und die Nummern mit den Reifen, aber macht Euch Euer eigenes Bild. Die Stimmung ist auch super, die Zuschauer klatschen nicht nur, sondern stehen auf, schunkeln, singen mit, es macht richtig Spaß. Nur wer Caro ist, haben wir am Ende nicht so ganz kapiert.

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Besuch im Eftelingtheater

Praktischerweise können wir direkt nebenan im Theater unkompliziert Pizza und Pasta essen bei Pinocchios Restaurant. Die Kinder haben was zum Ausmalen und dürfen sich selbst farbenfrohe Efteling-Limonade zapfen, was sehr gut ankommt, und daran, dass sie sich vor Müdigkeit schon in den gemütlichen Polsterecken herumfläzen, stört sich hier auch keiner. Die nicht geschaffte Pizza kriegen wir eingepackt mit auf den Weg, der zum Glück nicht weit ist.

Durch den stillen Park wandern wir in nur 10 Minuten durch das sehr heimelige Bosrijk zu unserer Unterkunft, einem hübschen und gemütlichen Holzhaus. Mit immer noch „Monsieur Cannibale“ und „African Beat“ im Ohr schlafen wir ein und freuen uns auf den nächsten Eftelingtag, morgen.

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Das Bosrijk - hier übernachten wir
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Unser Haus im Bosrijk
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Und so sieht es von innen aus

Wir haben uns fest vorgenommen, die Vorteile unserer Eintrittskarte als Übernachtungsgäste zu nutzen, nämlich schon vor den Tagesgästen um 9.30 in den Park zu können. Das schaffen wir auch, allerdings müssen wir erstmal frühstücken. Gestern morgen (wir sind Freitagabend angekommen) haben wir im Bosrijk gefrühstückt, heute wollen wir einmal das Pfannkuchenhaus Polles Keuken im Park selbst ausprobieren, das seit kurzem Frühstück anbietet. Schon jetzt um 9.30 ist es warm genug, draußen zu sitzen, was wir auch tun. Andi und die Jungs bestellen verschiedene Pancakes, ich ein Müsli mit frischen Früchten. Smoothies gibt es normalerweise auch, heute allerdings nicht. Als Entschädigung erhalten die Kinder von der lustigen Bedienung jeder einen Apfelsaft mit Riesenstrohhalm bzw. einen Riesenstrohhalm mit Apfelsaft, womit sie nun erst einmal beschäftigt sind.

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Pancakes bei Polles Keuken
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Dazu gibt es Riesenstrohhalm mit Apfelsaft

Und jetzt fokussieren wir uns auf unsere wirklichen Highlights:

  1. Noch einmal Blick aus der schwebenden Pagode genießen
  2. Vogel Rok und Monsieur Cannibale
  3. Die Riesenschiffsschaukel
  4. Die Bobbahn (Milan und ich) bzw. Symbolica (Andi und Mato).
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Zum Schluss genießen wir noch einmal die Aussicht
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Wow!
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Blick über Efteling

Der Freizeitpark Efteling

Efteling ist der wohl bekannteste Freizeitpark der Niederlande. Für die ganze Familie gibt es eine Vielzahl an Attraktionen, angefangen beim wunderbaren Märchenwald über Karussells und Fahrattraktionen für die Kleinen bis hin zu rasanten Achterbahnen und tollen Shows. Ideal ist eine Kombination mit Übernachtung, hier stehen Unterkünfte verschiedener Kategorien ganz in der Nähe des Parks bereit. Zu jeder Übernachtung gehört auch der Eintritt in den Park. Alle Infos wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und einer Übersichtskarte gibt es auch der offiziellen Website.

www.efteling.com

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