Skifahren in Warth-Schröcken am Arlberg macht Spaß für die ganze Familie. Entdeckt abwechslungsreiche Pisten, winterliche Aktivitäten und alpine Ursprünglichkeit im größten Skigebiet Österreichs für euren perfekten Skiurlaub.
Wandern mit der Familie in den Kitzbüheler Alpen
Unterwegs auf dem KAT Walk Family
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit den Kitubüheler Alpen entstanden.
Wandern steht als Freizeitbeschäftigung bei Kindern und Jugendlichen normalerweise auf der Liste nicht ganz weit oben. Je nachdem, wo man wandert, wie flexibel die Etappen sind und was auf dem Weg für Kinder zu sehen und zu erleben ist, könnt ihr die jungen Wandersleut‘ aber doch vom alpinen Wandern begeistern. Auf dem KAT Walk Family haben unsere zwei mitwandernden 13-Jährigen ihre Smartphones ausschließlich für spektakuläre Fotos und die Kategorisierung von Tieren am Wegesrand genutzt.
Wandern mit Jugendlichen in den Alpen? „Haben die denn da Bock drauf?“ Diese Frage haben wir öfter gehört und sie uns auch selbst gestellt. Zum Glück ist die Antwort ja beziehungsweise „es kommt darauf an“.
Wir sind mit zwei 13-Jährigen den KAT Walk Family, den Kitzbüheler Alpen Trail in Tirol gegangen und nicht nur wir Erwachsenen, sondern auch die Jungs hatten viel Spaß. Das liegt vor allem an den Angeboten für Kinder und Jugendliche und an der Flexibilität des KAT Walks Family. Man kann die Etappen nämlich variieren und bei Bedarf etwas abkürzen. Es gibt überall tolle Einkehrmöglichkeiten und Spaß am Berg. Und auch 13-Jährige freuen sich noch, Murmeltiere in freier Wildbahn zu entdecken. Sie sind stolz, einen Gipfel erklommen zu haben, freuen sich über den Blick ins Tal, leiden mit der Bergkuh, die den Kopf voller Fliegen hat, verputzen den Kaiserschmarrn auf der Almhütte.
Schon die Anreise ist ein Erlebnis. Von Essen aus fahren wir mit dem Nightjet der Österreichischen Bahn über Nacht bis nach Wörgl in Tirol, wo wir morgens pünktlich um 08:05 Uhr ankommen. Im Zug nächtigen wir in vier gemütlichen Schlafkabinen, die über- und nebeneinander liegen, mit Verbindung zur Nachbarkabine, was die Jungs besonders freut. Wir haben Matos gleichaltrigen Freund dabei, mit dem wir vor zwei Jahren schon einmal gemeinsam in Österreich unterwegs waren.
Etappe 1: Von Hopfgarten nach Brixen im Thale
Von Wörgl fahren wir weiter bis nach Hopfgarten, wo die erste KAT Walk Family Etappe startet. Unser Gepäck sind wir vorher schon im Hotel in Brixen im Thale losgeworden. Das Angenehme am Wandern auf dem KAT Walk Family ist nämlich, dass man mit leichtem Tagesrucksack wandert und das Gepäck von Hotel zu Hotel gebracht wird. Was für ein Luxus! Im Hintergrund ist alles bestens organisiert. Die Etappen geht man aber nicht in der Gruppe, sondern eigenständig im eigenen Rhythmus und Tempo, sodass man selbst flexibel entscheiden kann, ob man zum Beispiel die gesamte Etappe jeweils läuft oder auch mal die Bergbahnen nutzt zum Abkürzen.
Von der Haltestelle Hopfgarten Berglift fahren wir mit der Gondel hinauf auf die Hohe Salve auf 1828 Meter Höhe. Es ist zwar Mitte Juli, aber hier oben sind wir mitten in den Wolken gelandet. Die Gradzahl am Lift zeigt 9,3 Grad Temperatur an, es regnet. Wir frieren und wollen nicht gleich zum Start des KAT Walk Family durchnässt loslaufen. Außerdem sind wir nach der nächtlichen Bahnfahrt und einem frühen Frühstück im Zug schon wieder hungrig. Also kehren wir erst einmal auf der Gipfelalm ein. Den spektakulären 360 Grad Blick der Terrasse können wir allerdings erst genießen, als es wieder aufklart. Ein echter Wow- Moment! Nun sehen wir auch die hübsche kleine Wallfahrtskirche direkt nebenan und können auch den Sonnenuhrenweg einmal um den Gipfel der Hohen Salve herumspazieren.
Wir wandern weiter über Kuhweiden, durch einen Waldabschnitt hinunter bis zum Filzalm See. Hier ist der perfekte Ort für eine Rast. Wir verweilen hier viel länger als gedacht, denn der Spielplatz am See ist sehr außergewöhnlich und die Jungs hier nicht mehr wegzubewegen. Durch kräftiges Treten eines Trittbretts erscheint ein Riese auf dem See. Pure Magie! Wir waten durch Moor aus dem See, gehen den Barfußpfad, kegeln stundenlang mit Holzkegeln und navigieren auf einem Floß über einen kleinen See.
Wir wandern weiter über Kuhweiden, durch einen Waldabschnitt hinunter bis zum Filzalm See. Hier ist der perfekte Ort für eine Rast. Wir verweilen hier viel länger als gedacht, denn der Spielplatz am See ist sehr außergewöhnlich und die Jungs hier nicht mehr wegzubewegen. Durch kräftiges Treten eines Trittbretts erscheint ein Riese auf dem See. Pure Magie! Wir waten durch Moor aus dem See, gehen den Barfußpfad, kegeln stundenlang mit Holzkegeln und navigieren auf einem Floß über einen kleinen See.
Als wir weitergehen, ist schon späterer Nachmittag und mit dem geplanten Freibad-See-Besuch an unserem Zielort Brixen im Thale wird es inzwischen schon knapp. Macht nichts. Das Schöne am Urlaub ist ja, dass man sich Zeit lassen und länger bleiben kann, wo es uns gefällt. Die Jungs wandern guter Dinge weiter. Sie teilen die Landschaften in Biome: Black Forest, Rocky Hills, Mixed Biome, Lake Biome und Green Biome. All diese haben wir heute schon durchwandert. Auch die entdeckten Tiere werden kategorisiert, von Weinbergschnecke über Libelle bis Grashüpfer. Das Handy wir dabei nur für die TiererkennungsApp genutzt. Ansonsten haben die beiden 13-Jährigen eine tägliche Challenge vereinbart: Wer weniger Bildschirmzeit hat, gewinnt. So viel verrate ich schon einmal: Der Tageshöchstwert während des gesamten KAT Walks Family lag bei 18 Minuten.
Unten im Tal freuen wir uns auf unser gemütliches Familienzimmer im Hotel Reitlwirt, das gleich in der Nähe des Bahnhofs liegt. Das Wetter ist noch schön genug, dass wir draußen auf der Terrasse lecker zu Abend essen können. Auch ein Vorteil der KAT Walk Family Tour: Wir haben Halbpension und müssen uns also nur mittags überlegen, wo wir einkehren. Morgens und Abends sind wir in den Hotels bestens versorgt.
Lange bleiben wir nicht mehr wach. Das ist ja noch etwas sehr Schönes am Wandern: Die Bettschwere am Abend und der gute Schlaf.
Etappe 2: Von Brixen im Thale nach Kirchberg
Um Punkt 8 sitzen wir beim Frühstück und genießen das reichhaltige, sehr leckere Buffet. Um 9 wird unser Gepäck abgeholt, bis dahin wollen wir ausgecheckt haben und loswandern.
Etappe 2 führt uns vom Brixental über den Gaisberg bis nach Kirchberg in Tirol. Die Wanderung über die Almenlandschaft ist wunderschön. Wir kehren auf der Wiegalm auf gut 1500 Metern auf einen authentischen Kaiserschmarrn ein. Hier oben schmeckt er besonders gut und ist die perfekte Wanderstärkung, bevor es über Kuhweiden und schönste Heidelandschaft noch etwas höher geht. Auf schmalen Pfaden vorbei an Kühen, die sich unter Bäumen ein Schattenplätzchen gesucht haben und mit den Fliegen in den Augen kämpfen.
Vom Harlassangerkreuz auf 1749 Metern haben wir einen unglaublichen Blick. Stolz tragen sich die Jungs ins Gipfelbuch ein. Nach kurzer Rast an diesem wundervollen Ort geht es weiter zum Bärstättkreuz, schon wieder etwas tiefer gelegen. Nun folgt der etwas steilere Abstieg bis zur Sesselbahn Gaisberg. Hier oben gibt es noch die Goasberg Rätseltour für Kinder und Jugendliche. Darauf hatten sich unsere Jungs eigentlich gefreut, auf Rutsche, Beerengarten und viele Rätsel. Allerdings haben sie von der Alm aus einen Badesee in Kirchberg entdeckt und wollen dort nun unbedingt noch hin. Wir nehmen also den Sessellift ins Tal und laufen weiter bis zum Hotel.
Die Jungs packen ihre Badesachen und laufen zum Badesee, von dem sie uns anschließend begeistert berichten: Rutschen, Sprungtürme, und niederländische Gleichaltrige, mit denen sie sich angefreundet haben. Andi und ich haben derweil den sehr schicken Wellnessbereich des Hotels Alexander am frühen Abend ganz für uns alleine. Wir starten mit einem Saunagang und lassen unsere vom Wandern müden Rücken nach einer Ruhepause in einer Infrarotkabine bestrahlen. Herrlich!
Abends spielen die Jungs wieder ihr selbst erfundenes Kartenspiel. Auch wenn die WM 2026 schon vorbei ist, haben sie sich an jedem Kiosk, den wir passiert haben, Paninibilder gekauft. Mit diesen spielen sie nun auf jeder Bank ein Spiel, bei dem sie die Bilder ohne Berührung herumdrehen müssen. Derjenige, der es schafft, bekommt die Bilder des anderen.
Das Abendessen im Hotel Alexander ist außergewöhnlich gut und die Portionen riesig. Schade, dass wir hier nicht schon einmal für Morgen voressen können.
Etappe 3: Von Kitzbühel nach St. Johann in Tirol
Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht stärken wir uns mit einem köstlichen Frühstück für die dritte KAT Walk Family Etappe.
Für die dritte Etappe verlassen wir das Brixental und fahren mit dem Bus von Kirchberg aus nach Kitzbühel. Man kann auch mit dem Zug fahren, aber die Buszeiten passten besser für uns.
Von der Talstation in Kitzbühel kann man entweder 1250 Höhenmeter bis zum Kitzbüheler Horn nach oben wandern oder es sich leichter machen und mit der Hornbahn hinauffahren. Das machen wir, denn Etappe 3 ist für uns Menschen aus dem Flachland sehr anspruchsvoll.
Der Blick vom Kitzbüheler Horn ist unglaublich schön. Bevor wir von hier oben loswandern nach Sankt Johann in Tirol, möchten unsere Jungs erst einmal die Attraktionen hier oben testen. Dafür solltet ihr zwei Stunden einplanen! Erst einmal probieren sie den Kids Klettersteig aus und sind begeistert. Sie gehen ihn gleich zweimal, einmal hinunter und dann wieder hinauf. Auch der Alpenblumen- und Kräutergarten hier oben ist toll - nicht nur für Kinder. Einen Spielplatz gibt es ganz oben am Horn ebenfalls. Und dann entdecken die Jungs das für sie allergrößte Highlight der Alpenwelt: Zwei Murmeltiere aus nächster Nähe! Die sind natürlich noch spannender als die niedlichen Kaninchen im Streichelzoo des Gipfelhauses.
So, nun geht es endlich mit dem eigentlichen Wandern los. Bei den vielen Attraktionen hier oben vergisst man ja fast, was man noch vor sich hat. Vom Kitzbüheler Horn aus haben wir schon den schmalen Steig entdeckt, der steil hinabführt gesehen, um den ringsherum Bergziegen grasen. Für diesen Pfad sollte man trittsicher und schwindelfrei sein und auf jeden Fall Wanderschuhe mit gutem Profil tragen. Mir zittern auf den ersten Metern etwas die Beine. Der Blick ins Tal ist atemberaubend, ich konzentriere mich aber lieber auf den Pfad direkt vor mir. An vielen schmalen, steilen Passagen könnt ihr euch glücklicherweise an einem Stahlseil festhalten, was mir Sicherheit gibt. Nach ein paar hundert Metern entspanne ich mich wieder und kann den Blick ins Tal bis nach St. Johann in Tirol genießen.
Zwischendurch verweilen wir auf einer Bank mit großartiger Aussicht. Und nun haben wir alle auch schon wieder Hunger. Durch eine schöne Waldpassage gehen wir weiter bis zur Stanglalm, wo wir ein Sonnenplätzchen auf der Terrasse ergattern.
Nach der Rast wandern wir weiter durch den Wald bis zur Mittelstation der Harschbichlbahn, wo noch eine ganz besondere Überraschung auf uns wartet. Darauf freuen sich unsere Jungs schon den ganzen Urlaub. Wir wandern nämlich nicht komplett ins Tal nach Sankt Johann hinab, sondern legen die letzten 3,6 Kilometer auf andere Weise zurück. Zunächst bekommen wir Helme, Schutzbrillen und eine Einweisung. Dann nehmen wir Platz im Mountaincart, einer Art bergtauglichem Kettcar, mit denen wir gleich auf einer eigenen Schotterstrecke bis nach Sankt Johann ins Tal düsen werden. Was für ein Spaß, auch für uns Erwachsene.
Wie praktisch, unser neues Hotel liegt direkt bei der Talstation, wo wir mit den Mountaincarts ankommen. Es macht seinem Namen „Zur schönen Aussicht“ alle Ehre. Die Jungs nutzen noch während wir einchecken die Holzspiele im gemütlichen Aufenthaltsraum direkt neben der Rezeption und spielen erstmal eine Partie Schach. Auch beim Abendessen genießen wir die schöne Aussicht in die Berge. Die Kinder haben nun das große Trampolin vor der idyllischen Alpenkulisse entdeckt. Man könnte ja meinen, sie wären nach der heutigen Tageswanderung erschöpft. Aber ein paar Sprünge vor und zwischen dem Abendmenü gehen immer. Dafür werden sie nach dem Springen und dem sehr guten Essen („10 von 10“ für die Spare Rips ist die Bewertung von Matos Freund) sehr schnell sehr tief schlafen.
Etappe 4: Rund um Fieberbrunn
Inzwischen haben sich die Jungs an das für Urlaubsverhältnisse frühe Aufstehen gewöhnt und freuen sich schon auf das Frühstück, was direkt an das tolle Abendessen anknüpft.
Gut gelaunt laufen wir zum Bahnhof. Die Jungs grüßen jeden entgegenkommen Menschen freundlich mit „Servus!“. Wir nehmen den Zug nach Fieberbrunn und sind erstmal überrascht, wie weit außerhalb der Bahnhof liegt. Der Etappenstart ist relativ weit entfernt, sodass wir beschließen, mit dem Bus weiterzufahren bis zu den Bergbahnen, zumal der Weg dorthin an vielbefahrenen Straßen entlang nicht so schön ist. Das ist ja das Gute. Mit den Gästekarten, die ihr in den jeweiligen Hotels erhaltet, könnt ihr die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen. Etappe 4 ist ein Rundweg im Pillerseetal, der nicht allzu lang ist, sodass wir ihn komplett von der Talstation aus gehen.
Zunächst geht es durch wurzelige Wege durch den Nadelwald steil bergan. Bevor sich die Jungs über die Strapazen beschweren können, haben sie die Blaubeeren, die in großen Mengen am Wegesrand wachsen, entdeckt. Damit geht der Anstieg recht fix, auch wenn das eine Knie und der andere Fuß anfängt zu schmerzen.
Auf der Mittelstation der Streuböden Alm angekommen, werden die Jungs mit Spiel und Spaß belohnt. Bitte hier unbedingt Zeit einplanen! Manche Attraktionen von Timoks Wilder Welt sind eher für jüngere Kinder gedacht. Aber auch die beiden 13-Jährigen haben noch Spaß auf dem Wackelpudding und auf dem Floß über ein kleines Gewässer. Wir sitzen noch ein Weilchen am Teich. Die Jungs freuen sich über Babyfrösche und lassen Steine über den See flitschen.
Der Abstieg ist geschafft, jetzt geht es bergab durch den Wald. Unser Ziel ist der Lauchsee, wo wir etwas essen und danach schwimmen gehen. Für die Jugendlichen gibt es sogar ein Wassertrampolin mit Rutsche. Das Wetter ist perfekt, das Wasser angenehm warm. Schade, dass wir irgendwann aufbrechen müssen, denn von Fieberbrunn aus fahren wir heute noch mit dem Zug nach Wörgl und später mit dem Nightjet zurück nach Essen und weiter nach Köln.
Was für ein schöner Wander- und Genießerurlaub in den Kitzbüheler Alpen. So macht Wandern auch Jugendlichen Freude. Sie hätten sich bloß noch eine fünfte und sechste Etappe gewünscht, so das Fazit der Jungs. Wir hätten auch nichts dagegen gehabt.
Mehr über den KAT Walk Family
Der KAT Walk Family ist ein familienfreundlicher Weitwanderweg durch die Kitzbüheler Alpen. Auf vier abwechslungsreichen Etappen wandern Familien mit Kindern ab etwa sechs Jahren von Hopfgarten bis Fieberbrunn. Dank Gepäcktransport, familiengerechten Unterkünften und der Möglichkeit, einzelne Abschnitte mit der Bergbahn abzukürzen, bleibt unterwegs genügend Zeit für Bergerlebniswelten, Spielplätze und kleine Abenteuer.
Alle Informationen zu den Etappen, Unterkünften und Leistungen findet ihr auf der offiziellen Website.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.
Wir freuen uns über Deinen Kommentar zu unserem Blog oder diesem Artikel.
Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden. Mehr Infos findest Du in der Datenschutzerklärung.
Ähnliche Beiträge
Wandern über sattgrüne Almen, vorbei an Bergseen und über einen Grat, hinauf zu Gipfeln und durch eine Klamm, Wildwasserraften und Action am Berg. Als Ausgangspunkt ein hübscher Ort mit Badesee. Perfekte Erholung plus Aktivität für die ganze Familie im sommerlichen Alpbachtal in Tirol!