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Von Teufeln und Dinosauriern

Eine Reise in die Südeifel

Südeifel
Dieser Bericht ist in Kooperation mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH entstanden. Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst.

Fragt man unsere Kinder, ob sie Lust haben, mit uns wandern zu gehen, reagieren sie so wie vermutlich viele Kinder ihres Alters, semibegeistert. Berichten wir hingegen von unseren Wochenendplänen, die Teufelsschlucht zu durchqueren, leuchten ihre Augen. Die Teufelsschlucht, obgleich nicht gerade um die Ecke von Köln aus gelegen, ist ihnen ein Begriff. Freunde und Klassenkameraden haben davon berichtet und der Name Teufelsschlucht verspricht Abenteuer. Außerdem haben sie Gerüchte gehört, dass ein Dinopark gleich nebenan liegt und ein Freizeitpark nicht fern. Worauf warten wir also noch?

Los geht es an einem Spätsommerwochenende Anfang September, den Temperaturen nach allerdings schon sehr herbstlich frisch und vor allem verregnet. Freitagabend kommen wir in unserem Urlaubsort Irrel, direkt an der luxemburgischen Grenze gelegen, an und stellen sofort fest: die Luft ist frisch, es ist angenehm still, und wir sehen die Milchstraße über uns, das erste Highlight also gleich nach dem Aussteigen aus dem Auto. Die Fahrt von Köln aus dauert übrigens zwei Stunden und ist viel angenehmer als in alle anderen Richtungen aus Köln herauszufahren, denn hier ist wenig los.

Übernachten in der Irreler Mühle

An der Irreler Mühle, in der unsere Ferienwohnung liegt, begrüßt uns gleich unsere Gastgeberin Elke sehr herzlich, die einiges über die Region zu berichten weiß. Schon ihre Großeltern betrieben die alte Mühle, die heute Platz für vier Ferienwohnungen und einen gemütlichen Aufenthaltsraum bietet. Unsere Wohnung ist geräumig, gemütlich und super ausgestattet. Auf dem Esstisch erwartet uns ein sehr leckerer Pflaumenkuchen, den Elkes Mutter gebacken hat. Wir fühlen uns also sehr willkommen und genießen den Kuchen zum Nachtisch, denn zunächst statten wir der Pizzeria da Toni im Ortskern von Irrel einen Besuch ab, wo für ein so kleines Örtchen wie Irrel am Freitagabend erstaunlich viel los ist (oder ist das nur ein typisches Städter- Vorurteil, dass in kleinen Ort nichts los ist?).

In der Irreler Mühle schlafen wir tief und fest und lang. Zum Frühstück gibt es frische Brötchen, die wir über den Brötchenservice bestellt haben. Und los geht es zur Teufelsschlucht, mit dem Auto ein nur etwa 10-minütiger Weg.

Wandern durch die Teufelsschlucht

Die Teufelsschlucht macht ihrem Namen alle Ehre. Vom Parkplatz führt der Weg am Dinopark, den wir später auch noch besuchen werden, vorbei zum Besucherzentrum Richtung Schlucht. Angemeldet über die Web App der Familienabenteuer Rheinland-Pfalz erhalten wir nicht nur hier, sondern in allen sogenannten Gastlandschaften in Rheinland-Pfalz interaktive, spannende Rätsel. Per Anruf oder SMS werden wir durch die Ritter und Ritterinnen des Falkenfelsordens kontaktiert, deren Aufgaben wir gerne lösen. Außerdem weist uns der sehr gut gemachter Audioguide, den wir uns über die App Lauschtour heruntergeladen haben, den Weg durch die Schlucht.

Es ist neblig und fängt bald heftig an zu regnen. Der Weg ist rutschig und wir müssen ganz vorsichtig klettern. An manchen Stellen ist die Schlucht so schmal, dass wir uns fragen, wie wir hier durchkämen, wenn wir etwas dicker wären. Über uns hängt ein dicker Felsbrocken. So einen möchten wir aber nicht auf den Kopf kriegen. Der Regen wird stärker und bevor wir noch nasser werden, beschließen wir, uns unter einen Felsvorsprung zu kauern, um den heftigsten Schauer abzuwarten. Ganz schön kalt hier unten. Wir nutzen die Zeit, um dem sehr interessanten Audioguide zu lauschen. So erfahren wir einiges über die Entstehung der Teufelsschlucht. Zum Beispiel, dass das ganze Gebiet einst unter dem Meeresspiegel lag und sich die Schlucht in der Eiszeit gebildet hat. Wir fühlen uns ein bisschen wie eine den Naturgewalten ausgesetzte Urmenschensippe. Irgendwann gehen wir trotzdem weiter, schließlich wollen wir ja auch noch zum Dinopark. Die Wanderung, wir haben uns der Kinder wegen für den kürzesten der drei Wanderweg entschieden, ist wirklich toll und auch Kindern wird hier ganz bestimmt nicht langweilig.

Südeifel
App mit Familienabenteuern
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Hinab geht's in die Teufelsschlucht
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Hoffentlich hält der Stein
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Wanderung durch die Teufelsschlucht
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Im Regen wirklich teuflisch!

Dinosaurierpark Teufelsschlucht

Inzwischen sind wir hungrig und essen im Dinosaurierpark Teufelsschlucht zu mittag. Zum Glück gibt es hier große Zelte als Unterschlupf, sodass wir trocken bleiben bzw. ein wenig trocknen können. Und zum Glück ist auch die Irreler Mühle nicht weit, sodass wir beschließen, uns erst einmal dort etwas aufzuwärmen, bevor wir den Dinopark erkunden.

Obwohl es inzwischen aufgeklart hat und sogar die Sonne herauskommt, haben wir den Park fast ganz für uns alleine. Auf einem Rundweg werden wir durch die verschiedenen Erdzeitalter geleitet und bekommen Nachbildungen ihrer Lebewesen zu sehen, was sehr eindrucksvoll ist. Besonders lustig finden wir, dass der Weg nicht im Heute endet, sondern es noch weiter geht in Richtung Zukunft mit dann möglicherweise lebenden Tieren, die teilweise sehr amüsant sind. Außerdem machen wir bei der Forscherstation halt. Hier gibt es verschiedene Aufgaben und auch eine gemütliche Picknickstation, wo gerade ein kleiner Dinofan seinen Kindergeburtstag feiert. Milan und Mato bergen Dinos aus Sandsteinblöcken, was ihnen viel Spaß macht. Der Park ist wirklich toll gemacht und die Natur hier ist auch sehr schön.

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Fragen beantworten im Dinopark
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Weg durch die Erzeitalter
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Hier kommt man den Dinos recht nahe
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Ganz schön imposant!
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Forscher bergen Dinos
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Hier sind Dinos wirklich vorstellbar

Ireller Wasserfälle

Auf dem Rückweg besuchen wir noch die Irreler Wasserfälle, die eigentlich Stromschnellen der Prüm sind. Wie in der Teufelsschlucht liegen hier überall verteilt Felsblöcke herum, die in der Eiszeit vor ungefähr 11.000 Jahren vom Ferschweiler Plateau hinabstürzten und einen starken Kletterdrang bei unseren Jungs auslösen. Aber Vorsicht, das Wasser fließt sehr schnell daran vorbei!

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Bester Blick von der Holzbrücke aus
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Herumklettern und das Naturschauspiel genießen

Und dann ist es auch schon wieder Zeit zum Abendessen, diesmal im Haus am Berg im Nachbarort Prümzurlay, von den Wasserfällen aus nur ein Katzensprung.

Eifelpark Gondorf

Nach einem ruhigen Schlaf und leckerem Frühstück mit frischen Brötchen verabschieden wir uns von Elke und Familie, nicht ohne den Vorsatz, noch einmal in größerer Familienrunde wiederzukommen. Heute steht der Eifelpark Gondorf, etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Irrel gelegen, auf dem Programm. Der Park ist riesig und eine einzigartige Mischung aus Tier- und Freizeitpark. Zuerst kommen ein paar Freizeitparkattraktionen dran: Rutschen, zum Teil sehr steile, die auch oder gerade Erwachsene einige Überwindung kosten, Karussells, eine Sommerrodelbahn, die wir immer wieder fahren, ein sehr lustiges Bungeetrampolin, auf dem die Jungs und ich viel Spaß haben. Das Gute an dem mäßigen Wetter ist, dass man heute nirgendwo lange anstehen muss und auch als Erwachsene kein schlechtes Gewissen haben muss, den Kindern die Attraktionen streitig zu machen.

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Auf in den Eifelpark Gondorf!
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Erstmal rutschen
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Dann auf den Coaster!
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Bungee-Trampolin - auch für Erwachsene ein Riesenspaß!

Nachdem wir uns auf diesen Geräten genug ausgetobt haben, wollen wir die Tiere sehen. Und das sind einige ganz besondere. Da es anfängt zu regnen und der Eifelexpress gerade im Begriff ist loszufahren, steigen wir schnell ein. Eine weise Entscheidung, denn das Gelände ist wirklich weitläufig und auch bergig. In dem Bähnchen sitzen wir im Trockenen und können die Tiere von dort aus beobachten. Nach der Rundfahrt gehen wir sie uns aber noch einmal in Ruhe anschauen: Wölfe, Bären, Luchse, Erdmännchen, Kängurus, Steinböcke,… Der Park hat einiges zu bieten und die Gehege sind groß und schön gestaltet.

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Wölfe im Eifelpark Gondorf
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Und Bären
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Und Luchse

Mit Ritter-Power durch Rheinland-Pfalz

Mit der Web-App der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH wird der Besuch in Rheinland-Pfalz zum Familienabenteuer. Einfach kurz anmelden und schon meldet sich ein Ritter bzw. eine Ritterin per Telefon. Ja, auch Ritter sind mit der Zeit gegangen. Jede Region bietet verschiedene Stationen, an denen Aufgaben gelöst werden. Fragen und Antworten werden per SMS ausgetauscht. Eine wirklich tolle Sache, an der die ganze Familie ihren Spaß hat.

Tipp: Da der Empfang mancherorts schlecht ist, am besten probieren, das luxemburgische Netz auszuwählen.

www.familienabenteuer.gastlandschaften.de

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