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Teenager in Berlin

Ein buntes Wochenende in der Hauptstadt

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit MEININGER Hotels entstanden.

An meinen ersten Berlinbesuch erinnere ich mich genau. Es war die Zeit der Wende, ich war 14 und wollte unbedingt nach Berlin. Mit meiner Mutter und einer Freundin machten wir uns von Kassel aus über die noch existierende DDR-Transitstrecke auf in Richtung Nordosten.

Mit großen Augen sehe ich mich noch auf dem Ku’damm vor der Gedächtniskirche stehen und all die Orte, die ich nur vom Hörensagen kannte, besuchen: Bahnhof Zoo, KaDeWe, die Weltzeituhr. Ein buntes Mauerstück habe ich auch irgendwo ergattern können. Auch bei späteren Besuchen habe ich über Berlin gestaunt, in einer seltsamen Mischung aus Faszination und Überforderung, mich zugleich hingezogen und abgestoßen fühlend.

Jetzt ist unser Sohn Milan 14 und will nach Berlin. Ich verstehe ihn nur zu gut. Als Kölner wird ihn die Metropole Berlin vielleicht nicht ganz so umhauen wie mich als Teenager aus der vergleichsweisen Provinz. Und doch wird Berlin ihn überwältigen.

Mit dem Zug begeben wir uns an einem sonnigen Augustwochenende auf den Weg in unser Mutter-Sohn-Berlin-Abenteuer. Nach 6-stündiger Fahrt ohne Zwischenfälle kommen wir am Ostbahnhof an, von wo aus wir unser Hotel schon sehen können.

Im MEININGER Hotel East Side Gallery

Das MEININGER Hotel East Side Gallery in Friedrichshain ist der perfekte Ausgangspunkt für uns, denn Milan zieht es vor allem ins nahe Kreuzberg auf der anderen Seite der Spree. Wir haben ein modernes, praktisches Zweibettzimmer mit Doppelbett und Couch, auf der auch noch eine weitere Person Platz finden würde. Der Ausblick aus dem 10. Stock ist gigantisch: Berlin pur mit weitem Blick auf den Fernsehturm, den Berliner Dom, Baukräne und ein buntes Treiben auf dem Vorplatz des Ostbahnhofs. Die Atmosphäre des Hotels ist typisch berlinerisch, lässig-international hostelartig. Es gibt hier auch Vierbettzimmer, Aufenthaltsräume, eine Küche für Selbstversorger, Wäscheservice. Das Publikum ist jung und international, es gibt aber auch viele Familien hier, eine gute bunte Mischung. Im Aufzug wird Milan direkt anerkennend von einem jungen Schweizer auf sein Inter Mailand Trikot angesprochen.

MEININGER Hotel East Side Gallery
Das MEININGER Hotel East Side Gallery
MEININGER Hotel East Side Gallery
Unser Zimmer im MEININGER Hotel
MEININGER Hotel East Side Gallery
Room with a view

Heute Abend werden wir das Hotel nicht mehr verlassen, zum Abendessen haben wir uns mit Shawarma und Halloumisandwich am Ostbahnhof eingedeckt. So genießen wir noch ein bisschen den tollen Blick auf die Stadt und die Vogelperspektive auf das bunte Gewimmel. Schließen wir das Fenster, haben wir absolute Ruhe und schlafen gut ein und durch.

MEININGER Hotel East Side Gallery
Blick aus dem Hotelzimmer

Euer Frühstück könnt ihr im nahen Ostbahnhof selbst organisieren. REWE und PENNY haben dort täglich bis 23 bzw. 24 Uhr geöffnet. Oder ihr bucht euch einfach ein leckeres Frühstück im MEININGER Hotel dazu. Für diese Variante haben wir uns entschieden und genießen das Frühstück draußen im gemütlichen Innenhof an Holztischen. Liegestühle gibt es hier auch! Nach dem Frühstück könnt ihr zum Beispiel erstmal eine Runde Kickern im Café/Aufenthaltsraum. Wenn ihr die Ruhe dafür habt. Wir wollen jetzt erstmal los, obwohl wir sehr gern kickern (holen wir nach!).

MEININGER Hotel East Side Gallery
Frühstück auf der Terrasse
MEININGER Hotel East Side Gallery
MEININGER Hotel direkt an der East Side Gallery

Zu Fuß schlendern wir die paar Meter zur East Side Gallery hinüber, dem längsten erhaltenen Mauerstück, auf dem sich schon 1990 viele internationale Künstlerinnen und Künstler aus Ost und West verewigt haben. Ihre Kunstwerke erzählen von Hoffnung und Aufbruch. Auch die neueren Graffitis sind interessant anzuschauen.

East Side Gallery Berlin
East Side Gallery in Berlin
East Side Gallery Berlin
Die längste Open-Air-Galerie der Welt
East Side Gallery Berlin
Berliner Mauer als Kunstobjekt
East Side Gallery Berlin
East Side Gallery in Berlin
East Side Gallery Berlin
Graffitis auf der Mauer
East Side Gallery Berlin
East Side Gallery Berlin

Zwischen Mauer und Spree spazieren wir weiter bis zur Oberbaumbrücke, um darüber auf die andere Spreeseite nach Kreuzberg zu gelangen. Dort hofft Milan, zufällig seinem Kreuzberger Lieblingsrapper zu begegnen. Zudem haben wir uns mit meinen alten Kasseler Freund und Nachbarn Jani verabredet. Milan geht es wie mir damals auch als Teenager: All die Orte, die er aus Bildern kennt und nun selbst sehen will: Mehringdamm, Yorckstraße, Kottbusser Tor. Mich zieht es zum Bergmann Kiez, denn auch daran habe ich Jugenderinnerungen, die sich mit Milans heutigem Interesse decken: Shoppen in Vintageläden, von denen es dort einige gibt. Jani zeigt uns die besten Läden. Zwischendurch kehren wir in ein leckeres orientalisches Restaurant ein.

Spree in Berlin
Über die Spree von Friedrichshain nach Kreuzberg
Kreuzberg Berlin
Unterwegs in Kreuzberg
Kreuzberg
In Kreuzberg

Dann, an einer Straßenecke, die wir angesteuert haben, weil besagter Lieblingsrapper hier das Video für einen Lieblingssong gedreht hat, passiert das Unglaubliche: Der Rapper fährt tatsächlich im Auto vorbei und gibt Milan freundlicherweise ein Peacezeichen. Milan ist außer sich vor Freude. Auch wenn er nicht geistesgegenwärtig genug war, um sich auf die Motorhaube zu werfen und nach einem Selfie zu fragen. Wie soll das Berlinwochenende nun weitergehen, nachdem das Unfassbare schon eingetreten ist?

Herrmannplatz und Kottbusser Tor sind eher traurige Orte, wie Milan nun auch einsehen muss, die wir entsprechend schnell wieder verlassen. Die Menschenmassen gehen uns, vor allem im U-Bahn-Gedränge, mächtig auf die Nerven und wir gestehen uns ein, dass wir uns ins beschauliche Köln-Sülz zurücksehnen. Gepaart mit der gleichzeitigen Berlin-Faszination, die ich schon kenne.

Die Füße schmerzen, Rucksack und Tragetasche (Milan hat zwei coole Vintage Levi‘s Jeans gefunden - manche Dinge ändern sich nie!) wiegen schwer. Wir freuen uns auf einen „Kinoabend“ im Hotel, haben aber noch ein letztes Ziel vor uns: Das 5-stöckige HUMANA-Kaufhaus am Frankfurter Tor in Friedrichshain, wo wir aber nicht fündig werden. Müde und erschöpft schlurfen wir die Warschauer Straße zurück in Richtung Hotel. Auf dem Weg entdecken wir einen orientalischen Süßigkeitenladen, der so lecker duftet, dass sich Milan hier mit etwas Turkish Delight, türkischem Honig und getrockneten Früchten eindeckt. Ein paar Mitbringsel für die Daheimgebliebenen finden wir hier auch.

Auf dem Nachhauseweg kommen wir am berühmt-berüchtigten Berghain vorbei, an einem Skatepark und besorgen noch ein paar Snacks im Ostbahnhof. Nun kann die Filmvorführung Fack you Göthe beginnen!

Auch in dieser Nacht schlafen wir sehr gut. Diesmal frühstücken wir im Frühstücksraum drinnen, der auch sehr gemütlich ist. Übrigens gibt es hier sogar zuckerfreie Sojamilch.

Eigentlich wollten wir heute das Kickern nachholen. Der Kicker ist allerdings gerade besetzt (das Hotel insgesamt gut gebucht, was wir verstehen können) und wir haben auch heute keine Zeit zu verlieren. Um 15:33 Uhr fährt unser Zug zurück nach Köln und zuvor wollen wir noch etwas von Berlin sehen.

MEININGER Hotel East Side Gallery
Frühstück im Hotel
MEININGER Hotel East Side Gallery
Frühstückraum im MEININGER

Die Kunst in einer Metropole wie Berlin ist, an einem Wochenende nicht den Überblick zu verlieren und sich nicht den Stress zu machen, in kurzer Zeit möglichst viel zu sehen. Ich kenne Berlin ganz gut und habe mir fest vorgenommen, Milan höchstens Vorschläge zu machen, ihn aber selbst entscheiden zu lassen, was er in Berlin sehen und erleben will. Heute ist das das Museum für Naturkunde. Im MEININGER Hotel könnten wir unser Gepäck nach dem Checkout im Gepäckraum lassen und es später abholen. Da sich das Museum in der Nähe des Hauptbahnhofs befindet, beschließen wir, das Gepäck mitzunehmen und dort einzuschließen, um etwas Zeit zu sparen. Bis wir ein freies Schließfach am Bahnhof gefunden und verstanden haben, wie es funktioniert, würde ich euch eher die andere Variante empfehlen!

Vom Bahnhof zum Museum sind es etwa 10 Minuten zu Fuß, an der Spree entlang mit Blick auf den Reichstag und andere Regierungsgebäude, vorbei am riesigen Gelände der Charité.

Reichstag Berlin
Regierungsviertel und Reichstag

Um uns nicht anstellen zu müssen, kaufen wir uns noch schnell ein Onlineticket, als Erwachsene und ein 14-Jähriger ist die günstigste Variante das „Minifamilienticket“. Im Museum gibt es eine Dinosaurierausstellung mit interessanten Informationen zu ihrer Geschichte, viele ausgestopfte Tiere samt Geschichte zur Konservierung dieser bis hin zur momentanen Mammutaufgabe der Digitalisierung aller Exponate.

Museum für Naturkunde Berlin
Das Museum für Naturkunde in Berlin
Museum für Naturkunde
Dino-Skelett

Milan holt sich im Museumsshop noch einen Hotdog, bevor wir unseren Weg fortsetzen. Die Idee, noch beim Holocaust Denkmal und am Brandenburger Tor vorbeizugehen, verwerfen wir angesichts der Zeit und der Menschenmassen am Hauptbahnhof. Schließlich müssen wir noch das Gepäck abholen und Proviant für die 6-stündige Rückreise besorgen. Puffer solltet ihr unbedingt einplanen am Berliner Hauptbahnhof und starke Nerven mitbringen. Selbst vorm REWE steht eine etwa 100 Meter lange Warteschlange! Dieses Chaos macht uns den Abschied von Berlin leicht. Auch wenn wir die entspannte Oase, das MEININGER Hotel East Side Gallery, Kreuzberg und Friedrichshain jetzt schon vermissen. Ob Milan später einmal nach Berlin ziehen will? Da ist er noch unentschieden. Paris wäre eine gute Alternative.

MEININGER Hotel East Side Gallery

Das MEININGER Hotel East Side Gallery ist ein sehr entspanntes Hotel für internationale Traveller, Paare und Familien gleichermaßen. Die Lage direkt am Ostbahnhof und der East Side Gallery ist perfekt, um Bezirke wie Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte zu erkunden. Die Zimmer sind modern und praktisch, für bis zu vier Personen. Wir hatten einen Wahnsinnsblick auf Berlin aus dem 10. Stock. Ein leckeres Frühstück könnt ihr entweder im Hotel dazubuchen oder euch selbst verpflegen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es im nahen Ostbahnhof. Café, Aufenthaltsraum, Küche und Innenhof mit Holztischen und Liegestühlen laden zum Verweilen ein. Für längere Aufenthalte ist auch der Waschmaschinenservice für kleines Geld praktisch. Insgesamt ist das Preis-Leistungsverhältnis gut.

Mehr Infos zu den MEININGER Hotels findet ihr auf der Website www.meininger-hotels.com

24-Stunden-Ticket BVG

Die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG bietet ein 24-Stunden-Ticket für 9,50 € für die Ringe A und B an (C braucht ihr nicht, wenn ihr die Stadt nicht verlassen wollt). Auf dem Ticket fahren bis zu drei Kinder bis zum Alter von 14 Jahren kostenfrei mit!

Kommentare

Liebe Jenny,
ich hatte die Siegessäule als kleine Statue bei mir im Wohnzimmer stehen, die meine Tochter immer ganz spannend fand. Mein Vater hatte sie mir damals aus dem Souvenirshop mitgenommen, als er Berlin besichtigt hat. Ich kann deine Faszination und Überforderung total nachvollziehen. Mir ging es damals genauso und meiner Tochter mit 10 auch. Jetzt mit 18 ist sie nach Berlin zum studieren gezogen und ich habe ein Grund mehr die Metropole zu besuchen. Meine Tochter hat mir nochmal ein anderes Berlin gezeigt: hippe Cafés und Diskotheken, sowie Flohmärkte stehen jetzt auf der Must-See Liste. Wir Mütter profitieren also auch, wenn unsere Kleinen das Nest verlassen ;)

Siri

Danke!!
Ein toller, sehr informativer und interessanter Bericht!
Wir fahren nächstes Wochenende nach Berlin und freuen uns jetzt noch mehr !

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