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Städtetrip nach Karlsruhe

Sommertage mit der Familie in der Fächerstadt

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Karlsruhe Tourismus entstanden.

Wer von Euch war schon mal in Karlsruhe? Und wer hat schon einmal Urlaub gemacht in Karlsruhe? Wir waren diesen Sommer zum ersten Mal in der badischen Metropole und haben sie in drei Tagen erkundet.

Der erste Eindruck: von wegen Ruhe, im Stau quälen wir uns von Norden kommend über den Rhein. Karlsruhe scheint von mehreren Autobahnen zerstückelt zu sein. Der erste Straßenname, den wir lesen, ist Kriegsstraße, oh weia. Wir fahren über Autobahnkreuze, durch Industriegebiete, und landen plötzlich auf einer Dorfstraße mit kleinen Fachwerkhäusern. Bulach, ein 1929 zu Karlsruhe eingemeindetes Dorf. Der erste Eindruck, als wir aus dem Auto aussteigen: Süden! Jasminduft und Eidechsen, die das Mäuerchen neben uns entlangflitzen. In Bulach wohnen wir gleich hinterm Autobahnkreuz, von dem wir dank effektiver Schallmauern so gut wie gar nichts hören, in unserer Ferienwohnung KAlifornia, einem im Surfer-Beach-Style eingerichteten Dachapartment mit Dachterrasse. Das ist unsere gemütliche Basis für drei Tage Stadterkundung.

Also, was hat Karlsruhe für Familien im Urlaub zu bieten? Erstaunlich viel, sodass wir mit unseren drei Tagen Zeit gut haushalten müssen, wenn wir alles sehen und unternehmen möchten, was wir uns vorgenommen haben. Erschwerend für unsere Planung kommt das Wetter hinzu. Eine wilde Mischung aus Sonne, Wolken und extremem Platzregen.

Unsere Podcast-Folge über Karlsruhe



 

Zuerst marschieren wir nach der Autofahrt zu Fuß zur nahe gelegenen Günther-Klotz-Anlage, im Karlsruher Volksmund kurz Klotze genannt. Wer Günther Klotz war, erfahren wir Auswärtige auf dem sogenannten Mount Klotz, einem Hügel mit schönster Aussicht auf die gesamte Grünanlage entlang der Alb, bis über ganz Karlsruhe und anliegende Orte wie Ettlingen sowie das Rheintal. Die Klotze ist gut besucht von Radfahrern, Läufern und Familien. Auf dem Spielplatz mit angrenzendem Skateareal tummeln sich auch viele Jugendliche. Hier ist wirklich für jede*n was dabei. Abgesehen vom Spielplatz interessieren sich unsere Jungs vor allem für die vielen bunten Graffitis.

Karlruhe
Grafitti made in Karlsruhe
Karlsruhe
Erste Eindrücke
Karlsruhe
Günther-Klotz-Anlage
Karlsruhe
Mount Klotz
Karlsruhe
Parkanlage mit Blick auf die Stadt

Weiter geht‘s mit der Tram in Richtung Innenstadt. Hier zeigt sich Karlsruhe von der schönsten städtischen Seite. Durch enge, einspurige Straßen schlängeln wir uns durch die Südweststadt, vorbei an Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt und bunte kleine Lädchen und Cafés.

Am Marktplatz essen wir lecker italienisch im Restaurant Aposto. Mato schwärmt von der leckersten Lasagne, die er jemals gegessen hat, und Milan bestellt sich erstmal einen riesigen alkoholfreien Cocktail. Zurück wollen wir laufen, merken aber irgendwann, dass sich die Strecke mit Kindern doch etwas zieht, und steigen auf die Tram um. Im KAlifornia lassen wir den Abend gemütlich ausklingen, indem wir Zurück in die Zukunft schauen. Ein gelungener erster Tag in Karlsruhe!

Karlsruhe
Unterwegs in Karlsruhe
Karlsruhe
Zentrale Stadtviertel

Am nächsten Morgen regnet es wie angekündigt und wir überlegen, wie wir unser Programm so umgestalten können, dass der Regen am wenigsten dabei stört. Erstmal planen wir so um, dass wir mit dem Auto in die Stadt fahren. Auch wenn das nervt ob es vielen Verkehrs und der unzähligen Großbaustellen, die es momentan in Karlsruhe gibt. Erstmal ins Museum, natürlich in ein kindgerechtes, und das ist das Naturkundemuseum auf jeden Fall. Hier gibt es lebende und ausgestopfte Tiere aus und Pflanzen aus aller Welt zu bestaunen. Mato wünscht sich jetzt einen knallblauen türkischen Zwerggecko, den er hier entdeckt hat, zum Geburtstag.

Karlruhe
Museumsbewohner
Karlsruhe
Es gibt viel zu entdecken
Karlsruhe
Im Naturkundemuseum
Karlsruhe
Quallenaquarium
Karlsruhe
Aquarium im Museum
Karlsruhe
Beliebt bei den Jungs: Der türkische Zwerggecko
Karlsruhe
Südamerikanische Frösche

Als wir rauskommen, regnet es immer noch oder wieder, so genau lässt sich das gar nicht sagen. Auf einer Bank unter Bäumen im Schlossgarten legen wir ein leckeres Picknick mit regionalen Produkten ein. Würde es nicht ganz so stark gießen, würden wir gerne noch mehr des schön angelegten Parks rund um das Schloss erkunden.

Karlruhe
Picknick im Schlossgarten
Karlsruhe
Karlsruher Marktplatz

Wir beschließen weiterzufahren in den Karlsruher Zoo, der ebenfalls mitten in der Stadt liegt. Während man in anderen Großstädten aus dem Hauptbahnhof heraustritt und gar nicht weiß, wohin man gucken soll vor lauter Hässlichkeit und Einfallslosigkeit, blickt man in Karlsruhe direkt auf den Haupteingang des städtischen Zoos. Ein Tagesticket zu lösen, erfordert einiges technisches Geschick, und Nerven! Man kann es ausschließlich digital erstehen, aufgrund des Dauerregens scheint das Internet hier jedoch zeitweise zusammengebrochen zu sein. Mit einer anderen ratlosen Familie stehen wir genervt und tatenlos herum, bis uns die Kassenmitarbeiterin schließlich mit einem Gutschein, den wir bar zahlen können, einlässt. Jetzt aber schnell, der Zoo schließt in zweieinhalb Stunden! Er ist hübsch angelegt und bietet viel Platz für die Tiere, aber auch zum Spazierengehen und Bötchenfahren. In Gängen kann man Tiere wie Seehunde und Seelöwen über und unter Wasser beobachten. Es gibt einer Altersresidenz für Elefantendamen und neben vielen exotischen Tieren auch einen Streichelzoo. Natürlich machen wir auch Spielplatzpausen, das Wetter spielt einigermaßen mit, und Mato und ich spielen lustige Bodenspiele wie Kegeln. Um 18:00 Uhr müssen wir gehen und das wollen wir auch, denn inzwischen haben wir Hunger. Ein Burger bei Hans im Glück in der Innenstadt passt da perfekt, bevor wir wieder den Heimweg gen KAlifornia antreten.

Karlruhe
Pinguin-Fütterung
Karlsruhe
Entspannte Kegelrobbe
Karlruhe
Seeotter
Karlsruhe
Karlsruher Schimpanse

Tag 3 beginnt unerwartet sonnig. Zu Fuß laufen wir zum ZKM (Zentrum für Kunst und Medien), einem weiteren Highlight unserer Karlsruhereise. Schon das Gebäude, in dem sich außer dem Museum auch Bibliothek und Forschungszentrum befinden, ist ein absoluter Hingucker, ein denkmalgeschützter Industriebau, in dem sich ehemals eine Munitionsfabrik befand. Auf zwei Etagen befindet sich die derzeitige Dauerausstellung Writing the History of the Future, mit vielen interaktiven Ton-, Licht- und Videoinstallationen, die auch unsere Jungs begeistern. Pflanzen, die wir berühren, und die Töne erzeugen oder auf einem Bildschirm weiterwachsen, auch wir Beobachter werden zu Kunstwerken auf Monitoren. Hier streifen wir eine ganze Weile durch die Räume und entdecken immer mehr.

Karlsruhe
Das ZKM in Karlsruhe
Karlsruhe
Im ZKM
Karlruhe
Mato ist interessiert
Karlsruhe
Audiovisuelle Installation
Karlruhe
Raum voller Fotos

Irgendwann treibt uns der Hunger weiter. Wir schlendern durch die Weststadt bis zum Kaiserplatz, wo wir unser eigentlich als Abendessen geplantes Essen beim Italiener Purino hungerbedingt und aus logistischen Gründen nun schon als Mittagessen einnehmen. So gestärkt. Setzen wir unseren Weg per Tram fort in Richtung Schloss, wo wir die berühmte Fächerarchitektur der Residenzstadt auch einmal von oben betrachten wollen. Das ist nämlich sehr gut vom Turm des Schlosses aus möglich. Zu jeder vollen Stunde (Bingo, die ist gerade!) kann man sich hier auch einen Film über Karlsruhes Gründer Karl anschauen. Als Ort, der ihm Ruhe spenden sollte, errichtet, und damals schon mit modernen Privilegien Anreize für Neubürger geschaffen, ganz so, wie heute Studierende und andere neu Zugezogene Willkommensgeschenke erhalten, wenn sie ihren Erstwohnsitz nach Karlsruhe verlegen. Der Blick vom Schlossturm ist wirklich spektakulär.

Karlruhe
Karlsruher Schloss
Karlsruhe
Blick vom Turm auf die Fächerstadt
Karlsruhe
Schlosspark von oben

Aber jetzt heißt es, sich von der Innenstadt loszueisen und den restlichen Nachmittag im Freibad zu verbringen. Auch hier ist Karlsruhes Angebot riesig. Wir entscheiden uns für das Strandbad Rappenwörth, das auf einem sehr weitläufigen Gelände direkt am Rhein liegt. Es sind 27,5 Grad und Sonne, 16:30 Uhr an einem Julimittwoch, an dem die Baden-Württemberger noch keine Sommerferien haben. Doch wo sind die Karlsruher alle? Wir haben das traumhafte Bad fast ganz für uns allein, während die Jungs die Wasserrutschen immer und immer wieder hinunterrutschen, schwimme ich entspannt Bahnen. Es ist so leer, dass ich eine ganze Bahn ganz für mich allein habe. Wenn wir in Karlsruhe leben würden, wären wir hier jeden Tag! Wer nicht schwimmen will, kann auf vier Tischtennisplatten Tischtennis spielen, Beach Volleyball, oder zwischen Entensee und Rhein einfach auf einer Bank sitzend dem majestätisch dahinfließendem Rhein zuschauen. Hier lassen wir den Abend entspannt ausklingen.

Karlsruhe
Es geht ins Freibad
Karlsruhe
Strandbad Rappenwörth

Und das war’s leider auch schon mit unserem Karlsruhe-Städtetrip. Sehr abwechslungsreich, sehr kinderfreundlich. Es war eine gute Idee, unsere Sommerferien in Karlsruhe zu beginnen!

Infos über Karlsruhe

Weitere Infos über Karlsruhe, eine Auflistung der Sehenswürdigkeiten und alle wichtigen Informationen über einen Besuch erhaltet ihr auf der Webseite www.karlsruhe-erleben.de.

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