Auf Sardinien sind wir für ein paar Tage im einer SunLodge von Suncamp abgestiegen. Toll gelegen auf dem Camping-Platz Centro Vacanze Isuledda verbrachten wir ein paar entspannte Tage an der Costa Smeralda. Hier erfahrt ihr, warum der Urlaub in einem schicken Mobile Home so entspannt ist und was man alles im Camping Resort und der Umgebung unternehmen kann.
Bibione: Unser erster Sommerurlaub des Jahres
Ein Vater-Sohn-Wochenende zwischen Strand, Flamingos und Fischerhütten
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Bibione entstanden.
Das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Jenny fährt nach Hamburg zu einer Freundin, Milan möchte die freie Zeit lieber in Köln mit seinen Freunden verbringen. Bleiben also Mato und ich übrig. Wir beide haben Lust, einfach mal rauszukommen. Richtung Sonne, Meer, Italien.
Mato ist 13. In seinem Kopf bedeutet Urlaub gerade vor allem eins: Wasser, Sonne, Sport, ein bisschen Freiheit und zwischendurch einfach irgendwo abhängen. Und ehrlich gesagt klingt das für mich auch ziemlich gut, genau das kann ich gerade gut gebrauchen.
Eher durch Zufall sind wir auf Bibione gestoßen, an der nördlichen Adria waren wir noch nie. Als ich die ersten Bilder sehe, denke ich sofort: Wow. Und gleichzeitig auch: Puh. Ein schier endloser Sandstrand, aber gleichermaßen auch endlose Reihen von Sonnenliegen mit Sonnenschirmen. Genau diese typischen Adria-Motive. Dieses Bild kennen wir aber auch von der Insel Ischia, dieser wunderbaren Vulkaninsel mit ihren schönen Buchten – und eben den vielen Sonnenschirmen.
Aber genau das reizt uns jetzt in dem Moment. Ein erstes, unkomplizierte Sommerurlaub-Gefühl. Einfach mal eintauchen in einen Ort, der komplett auf Urlaub eingestellt ist. Und gleichzeitig entdecken wir bei der Recherche noch eine andere Seite von Bibione. Naturparks, Lagunen, Fahrradrouten, Flamingos und überraschend viel Ruhe abseits des Trubels.
Urlaubsort an der Adria: Bibione
Bibione liegt an der nördlichen Adriaküste in Venetien, rund eine Stunde östlich von Venedig. Die Landzunge, auf der der Ort liegt, war früher ein ausgedehnter Sumpf. Im 17. Jahrhundert wurden Teile davon trockengelegt, zunächst für die Fischzucht. Der eigentliche Tourismusboom begann erst in den 1950er und 60er Jahren. Da wurde aus dem einstigen Sumpfgebiet ein Badeort, der heute bis zu 200.000 Menschen gleichzeitig aufnehmen kann. Zum Vergleich: Der Ort selbst hat gerade mal rund 2.000 Einwohner.
Das merkt man. Bibione ist von Grund auf für den Tourismus gebaut, und das nimmt man dem Ort aber gar nicht übel. Alles funktioniert. Alles ist durchdacht. Und das Beste: Direkt am Nordrand des Ortes beginnt ein Naturschutzgebiet, das sich anfühlt wie eine andere Welt.
Anreise und Unterkunft: Über den Dächern von Bibione
Wir fliegen nach Venedig und mieten uns ein Auto, von dort sind es knapp 90 Minuten bis nach Bibione. Trieste ginge auch als Alternative, wer lieber noch ein wenig näher ran fliegen möchte. Oder einfach mit dem eigenen Auto, das man vor Ort aber dann eigentlich gar nicht braucht.
Untergebracht sind wir im Torre di Nòe, einem Appartementturm direkt im Zentrum, den wir über die lokale Agentur Adria gebucht haben. 9. Stockwerk. Ich öffne die Balkontür und stehe vor einem Panorama, das ich so in diesem Urlaub nicht erwartet hatte: links die Küstenlinie, rechts die Lagune, geradeaus das Meer.
Die Wohnung ist vollständig ausgestattet, zwei Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, mehr als genug für uns zwei. Unten gibt es einen Pool, eine Waschküche und eine Tiefgarage. Zum Strand sind es 100 Meter, zur zentralen Fußgängermeile, der Viale delle Costellazioni, nur wenige Schritte. Die Straße ist genau das, was man sich unter einem klassischen Urlaubsboulevard vorstellt: Eisdielen, Restaurants, Bars, Souvenirshops. Abends flanieren da Familien, Pärchen, Rentner-Gruppen, alles gemischt, alles entspannt. Hier mischen wir uns gerne unters Volk und genießen die entspannte Atmosphäre trotz der ganzen anderen Urlauber.
Der Strand: Sonnenliegen, Safe im Sonnenschirm und beste Erfrischung im Meer
Der Strand von Bibione ist beeindruckend. Acht Kilometer lang, bis zu 300 Meter breit und voller Sonnenschirme. Reihen über Reihen. Fast surreal. Wenn man mittags im prallen Sommer liegt und die Sonne einen von allen Seiten brutzelt, dann ist man für jeden Zentimeter Schatten dankbar.
Wir haben uns direkt am Wasser einen Platz mit zwei Liegen und einem Schirm gesichert. Das Wasser fällt sehr flach ab, ideal für Familien, man muss schon etwas durchs Wasser waten bis es tatsächlich tief wird.
Ein wunderbares Gadget: Im Sonnenschirm ist ein kleiner Safe eingebaut. Einfach Wertsachen rein, Code drauf, ab ins Meer. Händler laufen durch die Reihen und bieten Eis, Getränke, Früchte an, es ist wirklich für alles gesorgt.
Der Strand wird regelmäßig mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, das Wasser hat eine sehr gute Qualität. Entlang des Strandes läuft eine breite Promenade, perfekt für Radfahrer und Spaziergänger.
Weitere Pluspunkte des Bibione-Strandes sind die umfangreichen Serviceleistungen: sehr gute Infrastruktur mit Duschen, Sanitäranlagen und Umkleiden, barrierefreie Zugänge mit Strandrollstühlen, überwachter Strand und medizinische Erstversorgung, familienfreundliche Angebote, ein rauchfreier Strandbereich sowie ein eigener Hundestrand.
Kanufahren im Val Grande
Am Morgen nach unserer Ankunft schnappen wir uns unsere Fahrräder (die kann man überall leihen) und radeln Richtung Norden. Fünf Minuten von der Touristenmeile entfernt ändert sich alles. Kein Getümmel mehr, keine Eisdielen, keine Musik aus Beachbars. Stattdessen: Eine Kanu-Tour, stilles Wasser, Schilf, Vögel.
Das Val Grande ist ein privater Naturpark, rund 360 Hektar groß, der im 17. Jahrhundert als Fischteich angelegt wurde. Heute leben dort Seebarsch, Aal, Goldbrasse, Wildpferde, Damwild, Reiher und Schildkröten und Flamingos. Die weißen Jungtiere der Flamingos, erklärt uns unser Naturführer Fabio, können noch nicht so weit fliegen wie die Älteren, die noch im Süden weilen. Also verbringen sie ihre Zeit in Bibione.
Wir paddeln mit Fabio durchs Schilf, er erzählt über Vögel, Fische, die Geschichte der Lagune. Ein toller Ausflug und ein schönes Erlebnis, mit den Kanus über das Wasser und durch diese schöne Landschaft zu gleiten. Das Val Grande darf übrigens nur im Rahmen geführter Touren besucht werden, um das ökologische Gleichgewicht stabil zu halten.
Wieder an Land zeigt uns Fabio noch die Überreste einer römischen Villa aus dem 4. Jahrhundert hin, die man in den Dünen entdeckt hat. Grundmauern, Mosaikfragmente zeigen, dass Bibione schon den Römern als Ferienort diente.
Radfahren: Bis zum Leuchtturm und weiter
In Bibione kann man das Auto einfach stehen lassen. Eines der Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad. Dafür bietet der Ort ein Radwegenetz innerhalb und außerhalb seiner Grenzen. Die Küste entlang gibt es einen Strandradweg, der bis ans westliche Ende des Ortes und noch weiter führt. Wir fahren Richtung Osten, vorbei an kleinen Dünen, durch dichten Pinienwald, immer wieder mit Meeresblick.
Am Ende der Strecke stehen wir vor dem Leuchtturm von Punta Tagliamento, dem Punkt, wo der Fluss Tagliamento ins Meer mündet. In der Saison 2026 ist er sogar als Ausstellungsraum geöffnen, den man gegen ein kleines Eintrittsgeld besuchen kann.
Ein paar wenige Meter weiter durch den Pinienwald stoßen wir am Ufer des Tagliamento auf eine kleine kleine Fähre, die sogenannten X-River, die Radfahrer und Fußgänger über den Fluss nach Friaul bringt. Die Überfahrt kostet einen Euro. Wir fahren rüber und kommen nach kurzer Fahrt im nächsten Ferienort Lignano an. Hier schauen wir uns nur kurz um, essen ein Eis und fahren wieder zurück nach Bibione.
Sonnenuntergang in Porto Baseleghe
Abends schnappen wir uns nochmal die Räder. Diesmal in Richtung Westen, dem Strandradweg entlang. Hier begreift man die Dimension dieses Strandes wirklich. Es nimmt einfach kein Ende. Kilometer um Kilometer Sonnenliegen, dann hunderte von Beachvolleyballplätzen, gefolgt von noch mehr Sonnenliegen und Schirmen.
Am westlichen Ende liegt Porto Baseleghe. Hier endet Bibione. Vom Hafen aus haben wir einen schönen Blick auf die Lagune, das Schilf und das ruhige Wasser. Langsam geht die Sonne unter, was schon ein wenig kitschig, aber auch schön ist.
Die 5-Gewässer-Tour mit dem Rad
Unseren aktivsten Tag verdanken wir Giovanni von Bikeezy. Er wartet schon vor unserer Unterkunft, als wir runterkommen. Wir setzen uns mit bester Stimmung auf unsere Fahrräder und sind schon gespannt, was die 5-Aquae-Tour für uns bereithält.
In den folgenden fünf Stunden erkunden wir das Hinterland. Die 40 Kilometer lange Route führt uns vorbei an den verschiedenen Gewässern rund um Bibione: Flüsse, Lagune, Kanäle, Meer und Thermalquellen.
Giovanni zeigt uns kleine Strände am Tagliamento, fährt mit uns über kleine Wege, auf den Deichen und entlang stiller Wasserflächen. Immer hat er Infos und Anekdoten über die Region parat. Über die Fischer, das Hochwasser, das Leben hier früher.
Highlight des Tages sind die Casoni, traditionelle Fischerhütten am Rand der Lagune. Giovanni zaubert tatsächlich einen Schlüssel hervor und öffnet ein Tor. Plötzlich stehen wir drinnen, mitten in einer kleinen Welt, die es so hier nur noch selten gibt. Eine kleine Fischersiedlung von Wasser umgeben. Die Casoni waren früher die saisonalen Unterkünfte der Fischer, einfache Hütten aus Schilf und Holz, drinnen ein Holzbett, Tisch und Stühle, eine Feuerstelle. Die Fischer lebten hier über Monate, draußen ihr Boot, drinnen alles Nötige und nicht mehr.
Wir machen Rast im Schatten, Giovanni holt kühle Getränke aus der Hütte, Mato freundet sich mit einer Katze an, die hier lebt. Die Erfrischung tut nach der Tour bei guten 30 Grad richtig gut. Auch die Stille beindruckt. Unglaublich, dass dieser Ort aus einer anderen Zeit nur wenige hundert Meter von Bibione entfernt ist.
Und genau das wissen wir zu schätzen. Nach der langen Tour freuen wir uns auf den Strand und den Sprung ins Meer. Wir holen uns wieder ein Eis, das hier überall super lecker ist. Gefühlt haben wir jede Eisdiele in Bibione ausprobiert, die uns mit kreativen und sehr reizvollen Sorten anlocken.
Hungrig bleibt man in Bibione garantiert nicht lange. Entlang der Viale delle Costellazioni, der Corso del Sole und natürlich rund um den Strand reiht sich ein Restaurant ans nächste. Dazwischen locken Eisdielen, Pizzerien, Cafés und kleine Snackbars. Besonders schön finden wir die vielen Terrassen, auf denen man an lauen Sommerabenden draußen sitzt, das bunte Treiben beobachtet und die entspannte Urlaubsstimmung genießt. Wer lieber spontan am Strand oder auf dem Balkon essen möchte, bekommt viele Gerichte auch unkompliziert zum Mitnehmen. Wir haben während unseres Aufenthalts durchweg sehr gut gegessen, von knuspriger Pizza über frische Pasta und leckerem Seafood bis hin zum obligatorischen italienischen Eis am Abend.
Fazit: Bibione hat uns positiv überrascht
Am Ende der paar Tage sitzen wir in unserem Appartement, packen unsere Sachen und ich merke, dass ich entspannter bin als gedacht. Bibione ist nicht der Ort, den ich gesucht hätte, wenn ich eine Woche Abgeschiedenheit bräuchte. Das ist er nicht und will er auch gar nicht sein. Bibione ist ein Ort für den ersten Strandurlaub des Jahres, für ein langes Wochenende oder die Sommerferien mit italienischem Flair an der Adria.
Das Schöne ist nämlich die Mischung. Morgens Kanutour durch die stille Lagune, nachmittags Sonnenschirm am Strand, abends Eis auf der Viale delle Costellazioni und dem Treiben zuschauen. Man muss nicht wählen zwischen Natur und Badeort. Man kann beides haben, manchmal sogar am selben Tag.
Für uns, und besonders für einen 13-Jährigen, der Action, Chillen und Aktivität in ungefähr gleichen Teilen braucht, war diese Reise genau richtig. Voller Erholung und einem sehr guten Gefühl verlassen wir Bibione. Wir kommen wieder. Vermutlich mit Jenny und Milan. Dann aber mit mehr Zeit.
Noch mehr Inspiration für euren Urlaub in Bibione
Wer jetzt Lust bekommen hat, Bibione selbst zu entdecken, findet auf der offiziellen Tourismus-Website von Bibione jede Menge weitere Informationen und Ideen für die Reiseplanung: www.bibione.com
Dort gibt es nicht nur Tipps zu Stränden, Naturerlebnissen und Fahrradrouten, sondern auch Informationen zu Unterkünften, Veranstaltungen, Ausflügen, familienfreundlichen Aktivitäten, Wellnessangeboten, Sportmöglichkeiten und den schönsten Sehenswürdigkeiten der Region. Besonders praktisch fanden wir die vielen Tourenvorschläge für Radfahrer und Outdoor-Fans sowie die aktuellen Veranstaltungstipps für den Aufenthalt vor Ort.
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