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Glücklich im Flow

Mountainbiken und mehr in Niederösterreich

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Österreich Werbung entstanden.

Das erste Mal wieder reisen nach einer langen coronabedingten Zwangspause! Und dann auch noch so eine coole Reise, auf der wir gemeinsam eine neue Sportart in den Bergen ausprobieren werden, das Mountainbiken. Wie lange haben wir uns schon auf diese Reise gefreut und in den letzten Wochen ängstlich auf Inzidenzwerte und Pandemieneuigkeiten geschielt, immer in Sorge, dass die geplante Reise doch nicht stattfinden kann. Dass wir sie wirklich antreten, glauben wir erst so richtig, als wir im Flieger nach Wien sitzen. Endlich einmal wieder über den Wolken sein!

Gorillas im Gatsch

Am nächsten Morgen ist es so weit. Von unserer Unterkunft direkt vor den Toren Wiens fahren wir zum nahegelegenen Trail Center Hohe Wand Wiese, direkt auf der Grenze der Bundesländer Wien und Niederösterreich, wo wir sehr freundlich von Guide Philipp und seinem Chef Patrick in Empfang genommen werden. Sogleich dürfen wir uns passende Bikes aussuchen. Die Jungs sind besonders glücklich über die gute Federung, was sie sofort ihren Freunden in Köln schreiben und Fotos schicken müssen. Ein bisschen Angeben muss sein! Ausgestattet mit Helmen und Knieprotektoren gibt uns Philipp erstmal eine gute Einweisung in die Kunst des Mountainbikens. Zum Beispiel erfahren wir, dass wir im Stehen hinabfahren und dafür unseren Sattel hinunterfahren lassen. Wir achten darauf, die Pedale waagrecht zu halten, um nirgendwo hängenzubleiben und üben die „Gorillahaltung“, in der wie breitarmig hinabfahren. Nachdem wir uns auf dem kleinen Übungsgelände sicher genug fühlen, nimmt Philipp uns mit hinauf über eine Forststraße durch den Wald bis zur Skills Area. Von hier aus beobachten wir ein paar Profils, die in atemberaubendem Tempo enge Haarnadelkurven fahren und Stufen hinunterfahren, blicken hinunter ins Tal, wo wir eben noch unsere Einweisung bekommen haben. Man kann hier auch mit dem Lift hinauf fahren. Und auch sonst erkennt man noch die Skipiste, die dieses Gelände noch bis 2010 war. Seit 2017 führen nun stolze 1350 Kilometer Radstrecken durch den Biospärenpark Wienerwald Nord. Während unserer Auffahrt musste der geduldige Philipp schon einige unserer Fragen beantworten. Welche Tiere hier leben zum Beispiel, interessiert die Kinder. Einige dieser haben unsere aufmerksamen Jungs während der Fahrt schon entdeckt. Gestreifte Tigernacktschnecken zum Beispiel, die ihre Artgenossen verspeisen. Die vielen Feuersalamander und Wildtiere, die hier ebenfalls leben, sehen wir nun am helllichten Tage nicht, wie zum Beispiel Füchse, Wildschweine, Rehe, Dachse und sogar Wölfe. Immerhin ein Eichkatzerl bekommen wir zu Gesicht und freuen uns über diese niedliche österreichische Bezeichnung für Eichhörnchen. Auch sonst schnappen wir heute einige Wiener Redensarten auf, sind doch die Trails alle nach solchen benannt. Hawi d‘Ehre bedeutet zum Beispiel so viel wie Oh mein Gott, und so sieht dieser Trail auch aus. Also nichts für uns, zumindest noch nicht heute. Wir fahren stattdessen Drah die Waderl hinunter, etwa anderthalb Kilometer drehen wir hier tatsächlich die Waden. Mato, unser „Zwutschgerl“ (eine kleine Person) übersteht den ersten Sturz im tiefsten Gatsch (= Matsch), bei dem er auch noch mitten in einem Dornenbusch landet.

Wiener Redensarten
Nach Wiener Redensarten benannte Trails
MTB Strecken im Wienerwald
MTB Trails im Wienerwald
Hohe Wand Wiese Wien
Mountainbike an der Hohe Wand Wiese Wien
MTB
Im Biosphärenpark Wienerwald

Zeit für eine Pause und ein sehr leckeres Mittagessen auf der Terrasse des Trailcenter Restaurants. Die Jungs freuen sich über den ersten köstlichen Almdudler und wir alle uns über leckere Burger und sogar so ausgefallene Gerichte wie einen orientalischen Falafelsalat mit Minzsauce. Nachdem wir lecker gegessen und mit Philipp geplaudert haben, fährt uns dieser hinauf zur Sophienalpe, wo wir auf knapp 500 Metern Höhe und mittlerweile schönster Sonne einen wunderschönen Blick auf den 14. Bezirk des nahen Wien haben und bis in die Alpen und nach Ungarn blicken.

Wienerwald
Radeln auf der Sophienalpe
MTB Strecken im Wienerwald
Es geht durch den Wald
MTB Action
Trails führen durch den Wald

Von hier oben fahren wir durch schönste Waldstrecken den Flow Trail wieder hinab. Mato, unser 8-Jähriger, der zuerst noch etwas ängstlich war, fährt in Philipps Obhut immer sicherer. Wir alle haben total viel Spaß und freuen uns auf alle Trails, die noch folgen werden. Für heute haben zumindest unsere Jungs erstmal genug, denn anstrengend ist die stehende Gorillahaltung und die permanente Vorsicht im kurvigen Gatsch schon. Nun heißt es die Räder abspritzen, denn die sind ganz schön verschlampt beziehungsweise gatschig. Zum Schluss zeigt Philipp unseren Jungs noch den Pumptrack, auf dem sie noch ein bisschen Kurven und Hubbelfahren üben. Geschafft! Nun heißt es Abschied nehmen und den wohlverdienten Feierabend einleiten. Im Kopf planen wir schon, wann und wie wir das nächste Mal herkommen und das Mountainbiken mit einem Besuch im nahen Wien verbinden könnten.

MTB Strecken im Wienerwald
Auf den Trails im Wienerwald
MTB
Mato gibt Vollgas
MTB Strecken im Wienerwald
Milan in Action
MTB
Auf den Trails im Wienerwald

Erlebnisarena St. Corona am Wechsel

Von unserem Hotel in Mauerbach aus fahren wir rund 100 Kilometer südlich in Richtung Wiener Alpen. Im strömenden Regen wird die Landschaft langsam hügeliger. Die Erlebnisarena St. Corona am Wechsel, ungefähr auf halber Strecke zwischen Wien und Graz, ist ein Outdoorparadies für Klein und Groß. Bevor wir morgen die Wexl Trails auf den Mountainbikes erkunden, starten wir heute mit dem Motorikpark, der Sommerrodelbahn und einer Waldwanderung entlang des Ameisenpfads. Hätten wir noch mehr Zeit und wäre das Wetter schon sommerlicher, könnten wir sogar noch SUP fahren auf dem Erlebnissee.

Motorikpark St. Corona
Im Motorikpark St. Corona
Motorikpark St. Corona
Auf wackeligen Konstruktionen
Motorikpark St. Corona
Von Stein zu Stein
Motorikpark St. Corona
Im Gleichgewicht

Aber auch für unser Programm heute ist ein ganzer Tag schon fast zu kurz, denn das Gelände ist riesig und es gibt wahnsinnig viel zu tun. Klettern, Balancieren, Geschicklichkeit trainieren. So merken auch kleinere Kinder kaum, wie steil es den Berg hinaufgeht und sind ganz verwundert, von oben plötzlich die herrliche Aussicht nach unten zu genießen, am besten auf einer der gemütlichen Holzliegen. Die können wir ab mittags auch nutzen, hat doch das Wetter aufgeklart und lacht die Sonne inzwischen vom Himmel. Auch für unsere coolen großen Jungs sind viele super Attraktionen dabei. Und auch für uns Eltern. Wir surfen auf einem Holzboard, versuchen uns auf einem wackeligen Snowboard zu halten, tarieren uns auf einer riesigen Holzwippe aus, klettern durch Laserspinnennetze, die wir natürlich nicht berühren dürfen, hüpfen von Stein zu Stein und von Holzrampe zu Holzrampe. Alle Materialien sind natürlich und fügen sich gut in die Landschaft ein. Viel Spaß bereitet uns auch der Kitesurfsimulator. Hier hängen wir an einer Triangel über einer Mulde bzw. rennen den Muldenrand so schnell wir können entlang, um irgendwann abzuheben und zu „fliegen“. So bekommen wir ziemlich schnell Hunger und kehren für ein leckeres Mittagessen in die Wexl Lounge ein. Nicht zum letzten Mal, denn abends kommen wir gleich nochmal wieder. Dazwischen trainieren wir weiter unsere Motorik und lösen unser Versprechen ein, die Jungs Trampolinspringen zu lassen. Wir dürfen zuschauen und ihre Backflips, Auerbachs und Buranis filmen.

Motorikpark St. Corona
Jump!
Motorikpark St. Corona
Salto

Anschließend machen wir uns weiter bergaufwärts zur Sommerrodelbahn. Der Weg ist sehr schön und führt zum Beispiel durch den Märchenwald, den wir auf Steinen durchqueren. Auf halber Strecke zur Sommerrodelbahn sehen wir dann allerdings ein, dass es doch praktischer und vor allem zeitsparender wäre, mit dem Auto hinaufzufahren, was wir dann auch tun. Irgendwie hatten wir die Größe des gesamten Areals unterschätzt.
Auf fast einem Kilometer Strecke rasen wir zu zweit und alleine mit bis zu 40 km/h den Berg hinab, über Hubbel, durch Steilkurven und Kreisel durch den Wald. Das machen wir drei Mal direkt hintereinander und wenn wir nicht noch den Ameisenpfad erkunden wollten, würden wir sicher noch ein viertes und fünftes Mal fahren.

Motorikpark St. Corona
Der Corona Coaster
Motorikpark St. Corona
Sommerrodelbahn

Inzwischen ist das Wetter richtig gut und wir genießen von hier oben einen weiten Fernblick. Von der Sommerrodelbahn aus gehen wir nur noch ein paar Schritte weiter den Berg hinauf, bis wir den Start des Ameisenpfads erreichen. Auf zweieinhalb Kilometern geht es durch den Wald. Die gesamte Strecke ist der Waldameise gewidmet. Kindgerecht und auch für Erwachsene interessant erfahren wir viel über Waldameisen und lösen daneben spannende Quizaufgaben. Am meisten hat es Mato, unserem 8-Jährigen, die Edelsteinsuche angetan. An insgesamt 15 Lernstationen sind diese in verschiedenen Farben im Wald versteckt. Sie findet nur derjenige, der aufmerksam liest und die Rätsel im Ameisenheft löst.

Und dann ist es schon wieder Zeit für unser Abendessen in der Wexl Lounge. Nun haben wir wieder die Qual der Wahl zwischen leckeren deftigen österreichischen Spezialitäten wie Schnitzel und süßen wie Kaiserschmarrn. Wir entscheiden uns für eine Mischung und teilen. Eine gute Entscheidung.

Motorikpark St. Corona
Auf dem Ameisenpfad
Motorikpark St. Corona
Die dazugehörigen Ameisen

Im Flow auf den Wexl Trails

Nach einer entspannten Nacht im nahegelegenen Kirchberg stehen wir früh auf, um möglichst die ersten am Berg zu sein. Wir freuen uns schon auf einen weiteren Tag Mountainbiken, heute auf den Wexl Trails, einem weitgespannten Netzwerk an Flow-, Single-, Jump etc. Trails inklusive Mountainbikepark zum Üben. Auf dem Parkplatz, der kurz vor 9 Uhr schon gut gefüllt ist, erinnert uns die Stimmung sehr ans Skifahren. Überall ein munteres Treiben, die Vorfreude allgegenwärtig. Bloß dass die Leute keine Skier, sondern Räder von ihren Anhängern und Dachgepäckträgern holen.

Heute probieren wir einmal eBikes aus, die wir uns bei der Verleihstation abholen, schwere Gefährte, die schick aussehen und uns im Turbogang selbst die steilsten Bergabschnitte im Affenzahn hochpesen lassen. Ein erhabenes Gefühl! Allerdings fahren wir die meiste Zeit bergab. Um Zeit zu sparen, lassen wir uns nämlich mit dem praktischen Shuttle hinaufbringen und starten vom See aus den Flow Trail, der für Familien und Anfänger wie uns geeignet ist, aber auch Profils Spaß macht.
Wie beim ersten oder zweiten Mal Skifahren achten wir anfangs noch etwas ängstlich darauf, niemand Schnellerem im Weg herumzukrebsen und halten öfters einmal an, um Gruppen von Schnellfahrern vorbeizulassen. Heute haben wir Glück und es ist überhaupt nicht gatschig. Damit entfällt die Sorge, in den Kurven (und von denen gibt es hier einige richtig gute!) wegzurutschen, sodass wir uns trauen, etwas weniger zu bremsen und die vielen Kurven etwas höher auszufahren als noch bei unserem allerersten Versuch vorgestern. Wir denken an Philipps Worte, stehen mit heruntergefahrenen Satteln auf und fahren mit breitem Gorillakreuz in schwingenden Kurven hinab.

MTB Action
Wexl Trails in St. Corona
Wexl Trails St. Corona
Oben auf dem Berg geht es los
Weil Trails St. Corona
Los geht´s

Wenn man richtig in den Flow kommt, macht es super viel Spaß und wir fühlen uns heute schon nicht mehr wie die allerblutigsten Anfänger. Wir lehnen uns in die Kurven und wagen sogar schon die ersten kleinen Sprünge. Der Flow Trail ist ganze 4,2 Kilometer lang und führt fast komplett durch den Wald. Unten angekommen, fahren wir direkt weiter durch zum Shuttle, um gleich die nächste Runde hinunterzufahren. Bloß keine Zeit verlieren, müssen wir ja heute leider schon wieder abreisen und wollen uns zuvor noch ein letztes Mal in unserem neuen Stammrestaurant Wexl Lounge mit Schnitzel, Spaghetti Bolognese und Kaiserschmarrn stärken.

Wexl Trails St. Corona
Über die Trails bergab
Weil Trails St. Corona
Was für ein Spaß!

Noch voller Adrenalin, mit leichtem Vorgeschmack auf den morgigen Muskelkater in den Oberschenkeln und dem Po und einem glücklichen Lächeln im Gesicht treten wir unsere Rückreise im Mietwagen Richtung Flughafen Wien und und freuen uns schon auf die nächste Mountainbiketour.

Soviel steht schon einmal fest: Wir haben eine neue gemeinsame Lieblingssportart gefunden!

Weitere Infos

Weitere Infos zum Mountainbiken in Niederösterreich und unseren Stationen findet ihr auf den offiziellen Websites von dem Trailcenter Hohe Wand Wiese, der Erlebnisarena St. Corona am Wechsel und den Wexl Trails.

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