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Ein Döner für 30 Euro

Eine Nacht in Konya

Ich will Konya wirklich nicht Unrecht tun und natürlich ist alles, was ich hier schreibe, völlig subjektiv, und wir waren auch nur auf der Durchreise dort, aber meine bzw. unsere Erinnerungen an diese Stadt sind wirklich eindeutig negativ. Nein, halt, mit unserem Durchreisehotel Rumi hatten wir ziemlich Glück (nachdem wir es nach stundenlangem ziellosen Rumgurken durch die Stadt, die nur aus Baustellen und Einbahnstraßen zu bestehen scheint) endlich und eher zufällig gefunden hatten. Unsere Suite, kann man schon fast sagen, hat z.B. einen riesigen Whirpool, in dem außer uns Vieren noch mindestens zwei weitere Familien Platz gehabt hätten. Das Frühstück war auch lecker und reichhaltig. 

Interessante Farbe für ein Hotel
Konya: Hotel Rumi

Ansonsten waren unsere Erfahrungen in Konya diese: Wir irren umher, um irgendwo ein Abendessen aufzutreiben. Wir, und v.a. die Jungs sind von der langen Reise müde, wir wollen einfach nur was Schnelles essen. Ich esse ungern Fleisch und frage in verschiedenen Imbissen nach Gemüse. Das einzige, was mir mehrfach angeboten wird ist allerdings Käse... Etwas genervt bestelle ich, nachdem ich eingesehen habe, dass es in dieser Stadt offenbar nirgends Gemüse gibt (in der Einöde drum herum wächst ja auch nix!), mir ein Käsebörek, Andi entscheidet sich für Fleisch und wird total übers Ohr gehauen. Das Fleisch ist plötzlich viel teurer als auf der Karte und damit ist unser schnelles und mäßig leckeres Essen in Konya das teuerste auf der gesamte Reise. Der Wirt ist nun auch nicht mehr freundlich und plötzlich tauchen von überall weitere Männer auf (diese Stadt scheint ohnehin nur aus Männern zu bestehen, wo sind die Frauen und Kinder alle geblieben? Die Männer glotzen merkwürdig), umringen uns und das ist auch die einzige Situation auf unserer Reise, in der wir uns annäherend bedroht, als Touristen veräppelt fühlen ohnehin. Wir zahlen also den absurd hohen Preis (oder wer hat schon mal ein Döner für 30,- in einem schäbigen Imbiss gegessen?) und sind froh, als wir unser Hotel wieder erreicht haben. Von den kulturellen Sehenswürdigkeiten, die die Stadt zu bieten hat, haben wir uns auch nichts mehr angesehen, sondern waren froh, am nächsten Tag weiterreisen zu können. Die Atmosphäre in der Stadt haben wir als wirklich unangenehm erlebt.

Blick über Konya

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