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Weiße Weihnachten

Winterolympiade in Lenzerheide

München
Dieser Bericht ist in Kooperation mit Graubünden Ferien entstanden. Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst.

„Grüezi mitenand“, werden wir kurz hinter Basel im ICE freundlich von der Schaffnerin begrüßt. Die Schweizer Bahn hat übernommen und das merkt man sogleich. Heute Morgen sind wir im noch verschlafenen Köln losgefahren und mit nur einmal Umsteigen in Mannheim schon weit gekommen. In Zürich nimmt neben uns ein freundlicher älterer Herr Platz, der die Strecke Zürich- Chur täglich fährt und entsprechend einiges zu berichten weiß. Wo man die schönsten Blicke über den Zürichsee und den Walensee hat, wo wieder Kormorane gesehen wurden, und wann wir den Rhein, hier noch ein ziemliches Rinnsal, überqueren. Auch ein paar Ausflugstipps für Lenzerheide, unserem Zielort, hat er parat. In Chur steigen wir um in das Postauto (eigentlich ein Bus, den man mit unserem Schweizer Bahnpass ebenfalls nutzen kann) und fahren bis direkt vor unser Hotel Schweizerhof.

Was wir hier vorhaben kurz vor Weihnachten?

Den Wintersport haben wir vor zwei Jahren im Montafon für uns (wieder) entdeckt und sind auch im letzten Winter mit viel Vergnügen wieder Alpinski gefahren. Jetzt wollen wir noch mehr. Morgen starten wir unsere ganz persönliche Winterolympiade mit der Familie, bei der wir jeden Tag eine neue Wintersportart ausprobieren. Werden wir eine neue Lieblingswintersportart dabei entdecken? Welche Disziplinen eignen sich auch für Kinder?

Lenzerheide
Das erste Mal gemeinsam auf Langlaufskiern

Perfekte Ausgangsbasis und tolle Unterkunft: das Hotel Schweizerhof in Lenzerheide

Mitten im Ort Lenzerheide, gleich gegenüber der Postautostation Lenzerheide/Post liegt das 4- Sterne-Hotel Schweizerhof. Von hier aus kann man alles im Ort zu Fuß erkunden, auch zum nächsten Skilift lässt es sich entspannt zu Fuß gehen. Ansonsten nimmt man den Postbus direkt vor die Tür.

Obwohl der Schweizerhof ein großes Traditionshaus (seit 1904) ist mit mehreren Gebäudeteilen, zwei Restaurants und einem Schwimm- und Wellnessbereich, wirkt es zugleich sehr gemütlich und familiär. Der Service ist sehr freundlich, aufmerksam und persönlich.

Wir beziehen unser Familienzimmer, im vierten Stock gelegen mit Blick über den Ort und die schneebedeckten Berge mit ihren gezuckerten Tannen. Ein absoluter Wintertraum! Die Jungs schlafen auf einer sehr gemütlichen Galerie und haben so ihren eigenen Bereich, der sich mit einem Vorhang vom unteren Bereich abtrennen lässt, und sind zugleich mit bei uns im Zimmer, perfekt. Das Zimmer ist sehr schön und gemütlich- modern eingerichtet, mit hübschen hellen Holzmöbeln, die gut in die Alpenkulisse passen.

Lenzerheide
Angekommen in Lenzerheide
Lenzerheide
Der Blick vom Balkon
Lenzerheide
Unser Zimmer
Lenzerheide
Das Reich unserer Jungs

Wir sind hier mit Halbpension untergebracht, was wir sehr genießen. Morgens gibt es ein über mehrere Räume verteiltes Büffet aus regionalen Graubündner Spezialitäten. Und die reichen von einem riesigen Müeslibuffet über Obstsalate und Kompotte, frisch gebackenem Brot, Brötchen und Kuchen, vielen Käsesorten, Säften, Nüssen, Körner über Marmeladen und Honig aus der Region und selbst gemachtem Nutella bis zu Bioeiern, Rührei und Speck. Ei- und Waffelspezialitäten kann man extra bestellen und sich ganz frisch zubereiten lassen. Die Kinder sind sehr begeistert von den Waffeln (mit selbstgemachtem Apfelmus). Wir finden es sehr angenehm, dass hier viel Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit gelegt wird. Hier findet man keine Plastikverpackungen und Supermarktprodukte. Und alles schmeckt extrem gut.

Zum Abendessen gibt es für uns Erwachsene ein sehr leckeres 5-Gänge Menü, die Kinder wählen aus einer Kinderkarte selbst aus, dürfen sich aber zusammen mit uns auch am Salat- und Nachtischbuffet bedienen, was sie auch gerne tun.

Lenzerheide
Bündner Spezialitäten zum Frühstück...
Lenzerheide
...Und zum Abendessen

Das Restaurant 7078 ist total gemütlich im alpinen Stil eingerichtet. Kletterseile dienen als Trennwände. Insgesamt spürt man im Hotel überall die Tradition aus fast 120 Jahren, zugleich ist alles modern. Obwohl es sehr kinderfreundlich ist und auch viele Familien mit Kleinkindern hier sind, hat man nicht das Gefühl, in einem Kinderhotel gelandet zu sein. Es gibt zwar einen Kinder- und Jugendbereich mit Betreuung und andere Betreuungsangebote, eigenes Kinderessen, Bücherregale etc., und trotzdem bekommt man hier keinen Kinderüberdruss und Eltern und Kinder scheinen das tolle Ambiente einfach unaufgeregt gemeinsam zu genießen.

Lenzerheide
7078 - ein sehr schönes Restaurant
Lenzerheide
Im Hotel Schweizerhof gibt es viele gemütliche Räume und Ecken
Lenzerheide
In diesem Salon spielen die Jungs Schach
Lenzerheide
Hier kann man sich zum Beispiel mit einem Buch aus der Bibliothek zurückziehen

Nachmittags genießen wir den Bade- und Wellnessbereich des Hotels. Die Jungs spielen im Schwimmbad, während Andi und ich uns im Familien-Dampfbad entspannen. Das dürften die Kinder zwar mit nutzen, aber Spielen und Toben ist ihnen dann doch lieber. Auch genial ist das 35 Grad warme Solebecken draußen, wo man sich, auf Strudeln liegend, die Schneeflocken ins Gesicht fallen lassen kann. Wir Erwachsenen könnten auch den größeren Wellnessbereich mit Sauna und Haman für Erwachsene nutzen. Für unsere hiesigen Zwecke reicht uns der Familienbereich aber völlig aus.

Wir erkunden den Ort Lenzerheide

Glücklich über den Schnee haben die Jungs sofort nach unserer Ankunft in Lenzerheide ihre Skiklamotten angezogen und wälzen sich nun im Schnee herum und bewerfen sich mit Schneebällen. Als allererstes erkunden wir aber den Zauberwald.

Der Zauberwald liegt nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt. Als Hotelgäste haben wir freien Eintritt. Wir wandern einen Rundweg durch einen Wald entlang. Hinter jeder Ecke erwartet uns eine neue Lichtinstallation. Alle sind kitschig-schön und wirken in der Schneelandschaft zauberhaft weihnachtlich. Es gibt zum Beispiel Feen, Hirsche, Schmetterlinge, aber auch beleuchtete Schaukeln und Wippen, wir gehen durch Leuchttore hindurch und wandern zwischen Eistränen umher. Es gibt auch Livemusik auf einer Bühne und viele Holzbüdchen drumherum, die allerlei Leckereien anbieten. Der Superhit für unsere Jungs: Beleuchtete Zuckerwatte! Und wenn man sie aufgegessen hat, hat man sogar noch einen bunt leuchtenden Stab zum Spielen übrig!

Lenzerheide
Im Zauberwald
Lenzerheide
Zauberhaft schön
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Im Schnee wirken die Lichtinstallationen besonders schön
Lenzerheide
Origami aus Licht

Auch tagsüber hat der Zauberwald etwas zu bieten, dann ist er nämlich der Eichhörnliwald. Hier leben einige der putzigen Tierchen, die sogar ganz zutraulich sind. Wenn man ihnen ein paar Nüsschen anbietet, nehmen sie diese sogar aus der Hand.

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Tagsüber im Eichhörnliwald
Lenzerheide
Die putzigen Tierchen sind ganz zutraulich

Wintersport in Lenzerheide

Weshalb wir aber hauptsächlich hier sind: Im Auftrag von Graubünden Ferien wollen wir 5 Tage lang 6 olympische Winterdisziplinen ausprobieren und darüber berichten, unsere ganz persönliche Winterolympiade mit der Familie sozusagen.

Welche Wintersportarten haben wir hier ausprobiert?

1. Skilanglauf

Im Skigebiet Lenzerheide sind viele Langläufer unterwegs auf insgesamt 56 Kilometern Loipe. Das Lenzerheidner Langlaufnetz wurde von der Dachorganisation Loipen Schweiz als eines der besten Schweizer Gebiete ausgezeichnet.

Wir leihen uns eine Ausrüstung bei Activ Sport Baselgia im Ort Lenzerheide. Hier treffen wir auch unseren Skilehrer Andri, bei dem wir einen 2-stündigen Kurs gebucht haben. Die Skier und Stöcke kommen uns zunächst sehr lang, dünn und leicht vor. Und auch etwas wackelig. Dass Andi und ich zuletzt auf Langlaufskiern standen, ist Jahrzehnte her, für die Jungs ist diese Art Ski zu fahren gänzlich neu. Etwas an den Bewegungsabläufen scheint jedoch hängengeblieben zu sein. So kommen wir schon nach kurzer Zeit ganz gut und schnell skatend voran und fühlen uns nicht mehr wie die allerblutigsten Anfänger. Die Strecke ist total schön, durch den Wald, an Seen vorbei, auf und ab, wobei Andri sagt, das hier sei der flachste Teil der Langlaufstrecken weit und breit. Uns kommt die Strecke schon ganz schön steil vor und wir sind froh, dass wir uns aus unseren Akpinskikursen noch an „Pommes“, die Parallelstellung der Skier, und vor allem an „Pizza“, das Bremsen, erinnern und unsere Fahrkünste auch hier anwenden können.

Lenzerheide
Erste Versuche auf Langlaufskiern
Lenzerheide
Durch den Wald zum See
Lenzerheide
Kleinere Abfahrten genießt Milan besonders
Lenzerheide
Die Koordination muss Mato noch ein bisschen üben

2. Biathlon

Mit Muskelkater im Po wachen wir auf. Nachdem wir das Skaten gestern intensiv geübt haben, sind wir heute bereit für die nächste Winterdisziplin, Biathlon. Mit dem Postbauto fahren wir in weniger Minuten zur Biathlon Arena Lenzerheide hinauf. Zunächst leihen wir uns wieder eine Langlaufausrüstung aus. Damit stiefeln wir zum Schießstand, wo gerade die letzten Vorbereitungen auf die diesjährige Tour de Ski auf Hochtouren laufen. Wir sind gleich begeistert von den Schießständen und der Tribüne davor. Dahinter flattern alle Flaggen der teilnehmenden Länder im Wind. Hier treffen wir unseren Biathlontrainer Mario, der uns einen anderthalbstündigen Schnupperkurs im Biathlon gibt.

Wir starten mit dem Schießen und beginnen dabei im Liegen, mit relativ großen Schießscheiben. Während die Biathleten in der olympischen Disziplin auf 50 Meter Entfernung schießen, starten wir mit 10 Metern. Das Verhältnis ist allerdings dasselbe. Und das ist schon eine Herausforderung! Wir schlagen uns aber ganz gut. Bis Mario den Schwierigkeitsgrad erhöht und die Löcher verkleinert. Damit wird es schon deutlich schwieriger und ich treffe kaum noch. Mato hat das Schießen voll gepackt und er ruft nur noch: „Schießen, schießen, ich will schießen!“, dazwischen auch noch eine Runde zu laufen, findet er irgendwie überflüssig. Wir anderen finden die Mischung super und versuchen uns vorzustellen, wie schwierig es sein muss, im Wettkampf unter hohem Zeitdruck und den Augen von Millionen Zuschauern und vollgepumpt mit Adrenalin, die Hand ruhig zu halten, die Nerven zu bewahren und zu treffen. Und dann kommt die noch größere Herausforderung, zumindest für uns Erwachsene, das Schießen im Stehen. Das Gewehr ist mit ungefähr dreieinhalb Kilo ganz schön schwer. Die Hand ruhig zu halten, noch schwerer. Hier treffe ich leider nicht mehr und fahre nur noch Strafrunden.

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Wettkampfatmosphäre in der Biathlon Arena Lenzerheide
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Die Nachwuchsstars im Biathlon
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Shooting Star Milan
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Und Mato
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Zwischendurch ein paar Runden drehen

3. Alpines Skifahren

Weiße Weihnachten und Heiligabend auf der Piste! Endlich die Berge auf Skiern hinunterdüsen! Darauf haben sich vor allem unsere Jungs, die das Skifahren vor zwei Jahren gelernt haben, gefreut. Nun ist es soweit und dafür sind wir gerne früh aufgestanden. Die Knochen schmerzen etwas vom schweren Biathlongewehrhalten, ich habe zudem noch Muskelkater vom Langlauf im Po.

Mit dem kostenlosen Sportbus, der direkt vor unserem Hotel abfährt, erreichen wir den Skilift Dieschen in wenigen Minuten. Die Lenzerheide ist ein wunderschönes, riesiges Skigebiet, das mit dem Skisportgebiet Arosa verbunden ist und zusammen mit 225 präparierten Pistenkilometern bis auf einer Höhe von 2865 Metern ü.M. aufwartet.

Skier, Schuhe und Helme haben wir uns gleich neben der Busstation beim Sportgeschäft Pesko ausgeliehen. Unser Skilehrer Markus erwartet uns schon, denn wir haben uns von dem Namen der Haltestelle „Dieschen Sot“ irritieren lassen und sind bis dorthin zu weit gefahren, und mussten ein ganzes Stück, bepackt mit Skiern, zurücklaufen. So sind wir zumindest schon warm und können uns das Aufwärmprogramm sparen.

Wir fahren zunächst mit dem Bügellift, was wir erst einmal üben müssen, einen kleineren Übungshang hinauf. Mato, beim Skifahren sonst völlig angstfrei, fährt irgendwie unsicher und fällt mehrmals hin. Vielleicht hat ihn das Langlaufen durcheinandergebracht? Im tiefen Neuschnee ist das Fahren allerdings auch nicht ganz leicht. Milan stürzt und im ersten Moment befürchten wir, dass das das Ende unserer Winterolympiade ist. Markus merkt schnell, dass wir nicht die allerfortgeschrittensten Anfänger sind, und rät davon ab, wie ursprünglich geplant weiter hoch zur Motta Hütte zu fahren, denn um dorthin zu gelangen, müssten wir zunächst eine steile, enge Abfahrt hinunterkommen. Für uns reicht eine blaue Piste, zu der wir mit der Rothornbahn gelangen und die wir mehrmals fahren, tatsächlich vollkommen aus, auch wenn wir so nur einen Bruchteil des riesigen Skigebiets Lenzerheide, verbunden mit dem Skigebiet Arosa, kennenlernen. Die Wetterverhältnisse sind schwierig, viel Neuschnee und es schneit immer weiter. Milan und ich verkanten uns mit den Skiern beim Bügellift, steigen unfreiwillig auf steiler Strecke aus und müssen von Markus gerettet werden. Andis Skischuh drückt, sodass er mit dem müden Milan eine kleine Pause einlegt. Mato, der inzwischen wieder zu alter Form gefunden hat, und ich fahren noch eine Runde mit Markus. Vorher sind wir zu einem leckeren Mittagessen in das Bergrestaurant Scharmoin eingekehrt. Zum Schluss kommt die Sonne heraus und wir fahren alle zusammen noch eine Runde. Mittlerweile fühlen wir uns alle wieder sicherer und haben viel Freude am Fahren. Die Pisten haben wir jetzt am Nachmittag fast ganz für uns allein. Ein absoluter Wintertraum, und das an Heiligabend!

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Auf die Piste mit der Rothornbahn
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Gigantische Blicke und Abfahrten
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Leckere Einkehr mit Aussicht im Bergrestaurant Scharmoin
Lenzerheide
Weiße Weihnachten auf der Piste

4. Schlittenfahren

Heute ist Schlittenfahren angesagt. Zwei Schlitten haben wir im Zug natürlich nicht mitgebracht, können sie aber ganz unkompliziert im Sportgeschäft Pesko an der Rothornbahn, die wir mit dem kostenlosen Sportbus erreichen, ausleihen. Weiter geht es mit dem Postauto bis nach Parpan/Post, von wo aus wir den Berg hinauf stapfen bis zur Schlittenabfahrt. Für den Aufstieg müssen wir ganz schön viel Zeit einplanen. Nicht nur weil wir Erwachsenen solche Aufstiege nicht gewöhnt sind, sondern vor allem weil sich unsere Kinder so über den circa 40 cm hohen Neuschnee freuen, dass sie sich immer wieder hineinwerfen, Iglus bauen wollen und Schneeballschlachten veranstalten. Irgendwann haben wir die 1,2 Kilometer bergan geschafft und sind bereit für die Abfahrt. Andi und Mato bilden Team 1, Milan und ich Team 2. Ein Riesenspaß für alle! Die Abfahrt ist super. Nicht zu steil, aber so, dass man gut Tempo fahren kann. Es gibt andere Rodelstrecken ganz in der Nähe, die noch länger sind und mit dem Lift erreichbar. Diese waren heute aber allesamt gesperrt aufgrund des starken Neuschnees. Nächstes Mal probieren wir auf jeden Fall die Schlittelpiste Scharmoin - Canols, die bei der mit der Rothornbahn erreichbaren Mittelstation Scharmoin startet und auf knapp 4 Kilometern beachtliche 415 Höhenmeter bergabführt.

 

Lenzerheide
Ab auf die Schlittelpiste
Lenzerheide
Bereit für die Abfahrt
Lenzerheide
Schneller!
Lenzerheide
Rasante Abfahrt

5. Eisstockschießen

Nach einer mittäglichen Stärkung nach der Schlittelpartie im Bergrestaurant Scharmoin machen wir uns warm für die nächste winterolympische Disziplin, das Eisstockschießen. Wem das nichts sagt, der kann es sich vereinfacht gesagt wie Boulespielen auf dem Eis vorstellen, allerdings in Teams. Das heißt wirklich Schießen muss man hier nicht - sehr zu Matos Bedauern, der das Biathlonschießen noch in sehr guter Erinnerung hat. In Parpan, gleich hinter der Postautostation Parpan/Post gelegen, gibt es ein Natureisfeld. Daneben ein kleines Hüttchen, aus dem man sich das Equipment sympathischerweise einfach kostenfrei ausleihen kann. Versuchen wir also unser Glück. Wenn man ansonsten das Boulespielen auf Erde, Rasen oder Sand gewohnt ist, muss man sich auf eisigem Boden ganz schön umstellen. Was besonders spaßig ist, ist dass man mit den eigenen Eisstöcken diejenigen des anderen Teams wegstoßen kann.

Lenzerheide
Wir versuchen uns im Eisstockschießen
Lenzerheide
Ein lustiges Wintervergnügen
Lenzerheide
Wer hat gewonnen?

6. Eislaufen

Unser leider schon letzter Tag in den Bergen. Die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel. Eine Alpenkulisse wie im Bilderbuch. Wir stehen früh auf, um den Vormittag noch zu nutzen, bevor wir mittags wieder nach Hause fahren. Um Punkt 10 Uhr stehen wir, ausgerüstet mit von Pesko geliehenen Schlittschuhen, auf dem Eisfeld in Lenzerheide, gleich hinter unserem Hotel gelegen. Die Eisfläche ist gerade frisch präpariert worden und glänzt noch feucht in der Sonne, was uns zunächst etwas Respekt einflößt. So häufig fahren wir schließlich nicht Schlittschuh. Zum Glück gibt es Gestelle, die man vor sich herschieben und sich daran festhalten kann, wenn man noch etwas wackelig auf den Schlittschuhen unterwegs ist. Damit drehen unsere Jungs ihre ersten Runden, bis sie sicherer werden und fast schon übermütig. Eine ganze Weile haben wir die Eisfläche ganz für uns allein und genießen die stille Morgensonne mit den Bergen im Hintergrund. Ein fast magischer Ort.

Lenzerheide
Eisfeld mit Alpenpanorama
Lenzerheide
Eislaufen auf dem frisch präparierten Eisfeld
Lenzerheide
Schlittschuhlaufen mitten in Lenzerheide

Was kann man in Lenzerheide sonst noch machen?

Ein weiteres Highlight in Lenzerheide ist das Sportzentrum H2Lai. Hier kann ich nicht nur im 25 Meterbecken Bahnen schwimmen, während Andi und die Jungs vom Einer springen und die Wasserrutsche immer wieder mit lautem Jauchzen hinunterrutschen. Es gibt auch ein großes, angenehm warmes Außenbecken, in dem man sich entspannen und dabei den Blick auf die Berge, die Skipisten und den Schnee genießen kann, und das ist wirklich einmalig. Die Jungs steigen immer wieder aus dem Becken, wälzen sich kurz im Schnee und bewerfen sich gegenseitig mit Schneebällen, bevor sie wieder ins warme Becken zurückkehren. Strudel und Massagestrahl gibt es hier auch, sodass man sich die müden Muskeln angenehm massieren kann.

Nach 5 Tagen in Lenzerheide fahren wir schweren Herzens wieder mit Postauto und ICE zurück nach Köln. Alles klappt wie am Schnürchen. Am zweiten Weihnachtstag kommen wir abends wieder pünktlich in Köln Süd an. Die Großeltern erwarten uns schon, die Rouladen stehen schon auf dem Tisch. Es gibt einiges zu erzählen!

Lenzerheide
Bis bald, Lenzerheide

Wintersportregion Arosa Lenzerheide in Graubünden

Für unsere Familien-Winterolympiade sind wir in die Schweiz nach Lenzerheide gereist. Die Ferienregion im Kanton Graubünden ist der ideale Austragungsort unserer Olympiade, denn hier findet sich alles, was das Wintersportherz begehrt. Mit dem Postbus oder Skibus lässt sich die Region auch bequem und teilweise auch gratis mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen.

Das Wintersportgebiet Arosa Lenzerheide bietet insgesamt 225 präparierte Pistenkilometer auf bis zu 2.865 Metern. Dabei gibt es Pisten aller Kategorien, für Kinder, Anfänger, Familien und erfahrene Skifahrer. Aber auch für Langlauf-Fans bietet die Region 56 Kilometer gespurte Loipe durch tolle Winterlandschaften.

Mehr Infos und alle möglichen Tipps und Aktivitäten findet ihr auf der Webseite www.arosalenzerheide.swiss.

 


 

 

Kommentare

Coole Sache! Da ist doch echt für jeden was dabei. War sicher eine richtig tolle Erfahrung :) LG

Vera

Das hört sich wirklich wunderbar an und die Fotos sind klasse. Ruhe, Angebote für alle, tolle Natur... großartig!
Ist Lenzerheide relativ schneesicher?
Viele Grüße Vera K.

Andi

Danke für dein Feedback. Schneesicher ist heutzutage ja leider nicht mehr ganz einfach. Zumindest als wir in Lenzerheide waren, lag ausreichend Schnee.
Viele Grüße, Andi

Na, das klingt ja hervorragend! Bei meiner Suche nach einem Skigebiet, das per Zug erreichbar ist, hatte ich die Schweiz immer ausgeklammert - aus Kostengründen... Aber wenn man natürlich nur einen Tag Ski fährt, fallen die horrenden Kosten für den Liftpass weg. Mit Langlauf hab ich so meine ganz eigenen Kindheitserfahrungen, deshalb müssen das meine Kids niemals machen ;-) Aber Eislaufen und Eisstockschießen könnte ich in unseren nächsten Skiurlaub durchaus mal einbauen.

Danke für die Inspiration - und die tollen Schneefotos!!
Jenny

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