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Wasser, Natur, Geschichte und Kultur

Ein Familienwochenende an Mosel und Saar

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Mosellandtouristik GmbH entstanden.

Manchmal staunen wir, wie viele schöne und besondere Orte es gibt, die wir bisher noch nicht kannten. Und das, obwohl wir ja relativ viel unterwegs sind. An der Mosel waren wir schon einmal, die Saar hingegen ist für uns bislang unbekanntes Land (oder Fluss). An einem schönen Augustwochenende brechen auf, um das zu ändern und Mosel und Saar in Rheinland-Pfalz zu erkunden. Einen Freund unseres 13-Jährigen können wir dafür ebenfalls begeistern.

Von Köln aus sind es am Freitagnachmittag etwa zweieinhalb Stunden, bis wir im Weinhotel Klostermühle in Ockfen an der Saar ankommen. Sehr idyllisch liegt das Hotel zwischen Weinbergen und Saar. Im großen Garten kann man spielen und auf bequemen Liegen chillen. Das werden wir aber erst morgen machen, denn jetzt haben wir erstmal riesigen Hunger. Wir landen im Nachbarort Saarburg im gemütlichen Biergarten von Keller‘s Wirtshaus, ebenfalls direkt an der gemächlich dahinfließenden Saar gelegen.

Ankunft in der Klostermühle
Ankunft in der Klostermühle
Klostermühle Ockfen
Eines unserer Zimmer
Ankunft in der Klostermühle
Weiter geht es nach Saarburg
Klostermühle Ockfen
Abendessen in Saarburg

Spaziergang durch Saarburg

Nach dem Essen haben wir wieder Energie und beschließen, einen abendlichen Spaziergang über die Brücke hinüber in den alten Ortskern von Saarburg zu unternehmen. Die majestätisch über dem Ort thronende Saarburg ist jetzt am Abend romantisch beleuchtet. Wenn man die ARGO App, eine geniale Erfindung, nutzt, kann man zugleich sehen, wie die Burgruine in ihrem ursprünglichen Zustand aussah.

ARGO App
Augmented Archaeology
Saarburg in der Abenddämmerung
Saarburg in der Abenddämmerung

Von Saarburg hatten wir zwar mal gehört, nicht aber davon, was uns hier erwartet. Wenn ihr euch überraschen lassen wollt, lest nicht weiter!

Wir schlendern also nichtsahnend durch die hübschen Gässchen. Eigentlich sind wir schon müde von der ersten regulären Nach-Sommerferien-Woche. Nun folgen wir aber doch der Beschilderung zur alten Mühle beziehungsweise dem Mühlen-Ensemble, das heute als Museum zu besichtigen ist. Der Fluss Leuk, der früher um die Saarburg herumfloss, wurde im 13. Jahrhundert mitten durch das malerische Örtchen Saarburg mit seinen engen Gässchen geleitet. Das Ergebnis lässt sich bis heute hier bestaunen. Ein kleiner Fluss, der durch einen Wasserfall mitten im Ort plötzlich tosend an Kraft gewinnt und in die Tiefe stürzt. Schon nachvollziehbar, dass man sich diese Energie durch Mühlräder zunutze machte. Abends im Dunkeln ist das Schauspiel besonders eindrucksvoll. Jetzt sind wir schon so weit oben im Ort, dass es gar nicht mehr weit ist zur Saarburg, sodass wir beschließen, sie auch noch kurz anzuschauen. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur für die Burg selbst, sondern auch für den Blick nach unten auf die Saar.

Viel später als gedacht kehren wir ins Hotel zurück. Zum Glück können wir hier gut schlafen und ausschlafen, bis es Zeit ist für das leckere Frühstücksbuffet.

Hackenberger Mühle in Saarburg
Hackenberger Mühle in Saarburg
Saarburg Wasserfall
Wasserfall mitten in der Stadt
Saarburg in der Abenddämmerung
Spaziergang hoch zur Saarburg
Saarburg
Nächtliche Saarburg

Radtour entlang der Saar und Mosel nach Trier

Unsere Leihfahrräder stehen morgens schon im Hotel für uns bereit. Damit wollen wir heute eine Fahrradtour ins etwa 21 Kilometer entfernte Trier unternehmen. Zunächst geht es immer an der Saar entlang auf dem insgesamt 111 Kilometer langen Saar-Radweg, der von Sarreguemines in Frankreich über Saarbrücken bis nach Konz an der Mündung der Saar in die Mosel führt. Ich radle mit den drei Jungs heute alleine, da Andi aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs leider nicht mitfahren kann und mit dem Auto nach Trier fährt.
Unterwegs haben wir zwei Stationen ausgemacht, wo wir uns treffen. Auf dem Radweg lässt sich entspannt fahren, er ist gut ausgeschildert und führt durch schöne, grüne Landschaften, immer mit Blick auf den Fluss. Wir rasten an einem Spielplatz und um die überall hängenden reifen Brombeeren zu pflücken. Wir passieren Brücken und Schleusen. Und dann geht es steil hinauf auf eine größere Brücke. Wir sind in Konz an der Saarmündung in die Mosel angelangt. Von oben haben wir einen guten Blick. Und dann ist es auch nicht mehr weit bis nach Trier.

Saar-Radweg
Fahrradtour an der Saar
Saar-Radweg
Pausen sind wichtig
Saar-Radweg
Jenny an der Schleuse
Mosel-Radweg
Weiter geht's entlang der Mosel

Das Römische Trier

„Forget about Rome“, steht auf dem Trier-Jutebeutel, den wir im Rheinischen Landesmuseum bekommen. Der Slogan passt, denn Trier hat eigentlich wirklich alles, was es auch in Rom gibt, vom Forum bis zur Gladiatorenarena, Pferderennbahn und Bäderkultur. Plus natürlich die berühmte Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt. Die damalige Bedeutung der römischen Metropole ist überall gegenwärtig, nicht nur in den drei Museen, die wir zur Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“ besuchen.

Wir starten im Rheinischen Landesmuseum, direkt neben den Kaiserthermen und dem Palastgarten gelegen. Danach geht es weiter im Stadtmuseum Simeonsstift, was ihr sehr gut mit einem Besuch der Porta Nigra gleich nebenan verbinden könnt. Und last but not least das Museum am Dom, zu dem wir durch die belebte Innenstadt mit sehr hoher Eisdielendichte (kommt man nicht dran vorbei!) und über den Domplatz mit fröhlichem Markttreiben gelangen. In der Ausstellung erfahrt ihr einiges über das Römische Reich und die Faktoren, die zum Wandel und schließlich zum Ende der übermächtigen Herrschaft geführt haben. Ihr erfahrt aber auch einiges Interessantes über Trierer Stadtgeschichte. Und über die Prägungen durch das Römische Reich, die bis heute andauern. Ihr könnt abstimmen, was ihr denkt, welche Faktoren maßgeblich zum Untergang beitrugen (Aufstieg des Christentums, römische Dekadenz oder...?) und einen Punkt kleben, ob uns heute wieder ein Untergang bevorsteht oder nicht. Auch für Kinder interessant sind zum Beispiel kurze Filme zur Niebelungensage und über die Kindheit im Römischen Reich.

Diesen interessanten Tag mit vielen neuen Eindrücken lassen wir gemütlich im Garten und auf der Terrasse unseres Hotels ausklingen. Ein Tipp auch für Nicht-Weintrinker: der sehr leckere Sekt und für Kinder der Spritzer!

Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“ Trier
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“ Trier
Römischer Helm
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Das weckt das Interesse der Jungs
Das historische Trier
Das historische Trier
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Stadtmuseum Simeonsstift
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Museum am Dom
Porta Nigra in Trier
Mato vor der Porta Nigra

Auf SaarFari: Mit dem Kajak auf der Saar

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen brechen wir nochmal auf zur Saar. Heute fahren wir nicht an der Saar entlang, sondern auf der Saar in Kajaks. Im nahen Schoden startet unsere etwa dreistündige „Naturtour“. Mit Kajaks von Kanu SaarFari werden wir mit einer Einweisung, Karte und Drybag ausgestattet, außerdem mit einem Gestell, um unser Kajak auch an Land transportieren zu können. Die beiden 13-Jährigen fahren zusammen und Mato und ich. Der verletzte Andi macht Fotos. Die Tour führt uns ein gutes Stück über einen naturbelassenen Teil der Saar, der heute für die Schifffahrt gesperrtes Naturschutzgebiet ist. Fast haben wir das Gefühl, irgendwo durch den Amazonas zu paddeln. Es ist sehr idyllisch, überall Schilf und Seerosen, sehr grün, wir sehen Kormorane und Milane kreisen. Außerdem ist die Strecke sehr abwechslungsreich, ein paar Stromschnellen gibt es auch. Das letzte Stück geht es auf der „neuen“ Saar zurück. Wir rollen unsere Kajaks bis hinter die Schleuse und fahren das letzte Stück flussaufwärts zurück. Eine Tour, die nicht nur sehr schön, sondern auch mit Kindern gut machbar und zugleich herausfordernd und abwechslungsreich genug ist.

Kajak-Tour auf der Safari
Bereit für die Kajak-Tour
Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reichs“
Die „Naturtour“
Kajakfahren auf der Saar
Kajakfahren auf der Saar
Kajak-Tour auf der Saar
Mit dem Kajak auf der Saar
Kajakfahren auf der Saar
Kajakfahren auf der Saar

Ganz schön nass sind wir geworden, aber gekentert sind wir nicht. Schnell noch umgezogen, in Trier noch ein bisschen Proviant besorgt, und dann geht es leider schon wieder zurück nach Hause. Was für ein tolles Wochenende, für uns ein echter Geheimtipp und eine perfekte Kombination von Wasser, Natur, Geschichte und Kultur!

Infos über Urlaub an der Mosel und Saar

Die Mosel- und Saarregion ist wunderschön und ein ideales Ziel für einen Wochenendausflug oder Kurzurlaub. Auch für Familien bietet die Region einiges, man kann entlang der Flüsse super Fahrrad fahren, die faszinierenden Burgen besichtigen und viele andere tolle Dinge erkunden. Mehr Infos zur Region findet ihr auf der Website www.visitmosel.de.

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