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EIN CAMPER WOCHENENDE IN LIMBURG

Ein tolles, volles Herbstprogramm

Limburg
Dieser Bericht ist in Kooperation mit Limburg Marketing entstanden. Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst.

Feiertag, 1. November. Früh morgens holen wir den noch leicht geschminkten Milan bei seinem Freund Calvin ab, wo er nach dem Halloween-Süßigkeiten-Beutezug übernachtet hat. Zuvor haben wir seinen kleinen Bruder Mato, unser Bettzeug und ein paar Skisachen ins Auto geladen und los geht’s Richtung Nordwesten. Freie Autobahn, so früh ist am Feiertag noch niemand unterwegs, und wir sind in 45 Minuten schon in Venlo. Hier, beim Camperverhuur Venlo, tauschen wir Auto gegen Wohnmobil, beziehen die Betten (für uns Eltern vorne im Alkoven, hinten ein Hochbett für die Jungs), lassen uns noch eben alles erklären, und dann beginnt das Limburg-Camper-Wochenende. Hier werden wir das lange Wochenende verbringen, den Norden und Süden der niederländischen Provinz Limburg erkunden, verschiedenste Freizeitaktivitäten ausprobieren, uns sportlich betätigen, Natur erleben, lecker und viel essen, shoppen und uns gemütlich in die WoMo Kojen kuscheln. Aber der Reihe nach...

Action im Freizeitpark Toverland in Nordlimburg

An den Schildern zum Freizeitpark Toverland sind wir schon öfters vorbeigefahren auf der Autobahn, waren aber noch nie dort. Allerdings war uns zuvor auch nicht bewusst, wie groß der Park ist und was er alles zu bieten hat. Nun, Anfang November mit entsprechendem Wetter (meistens Nieselregen, ziemlich kalt) teilen wir den Park mit nicht ganz so vielen anderen Besuchern, sodass wir auch bei den krassesten Attraktionen kaum anstehen müssen. Milan und ich starten mit einer Motorradtour auf dem Booster Bike, einer Motorradachterbahn. Nebeneinander nehmen wir auf unseren Maschinen Platz und werden zusammen mit den anderen Bikern in ziemlichem Tempo „losgeschossen“, was unglaublichen Spaß macht. Diese Tour machen wir (mit Pausen, wo wir mit anderen Geräten fahren) insgesamt acht Mal.

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Willkommen im Toverland
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Motorradtour durch das Toverland

Auch auf zwei andere Achterbahnen (ja, es gibt hier einige!) trauen wir uns, allerdings nicht auf die allerkrasseste, Fenix, die schon von unten so hoch aussieht, dass einem fast schwindelig wird, und in der die Beine frei in der Luft baumeln unter den Flügeln von Phoenix aus der Asche. Vielleicht nächstes Mal. Dafür fahren Milan und ich gleich dreimal hintereinander mit Dwervelwind, einer Achterbahn, in der sich die Wagen zugleich um die eigene Achse drehen, was super ist. Allerdings fährt sie für unseren Geschmack etwas zu langsam. Den Geschwindigkeitsrausch kriegen wir später und danach ist uns beiden erst einmal richtig flau. Wir wagen uns auf die schnellste (90 km/h!), höchste und längste Holzachterbahn der Benelux-Länder, Troy. Hier muss ich mit beiden Händen meine Mütze festhalten, weil sie sonst wegfliegt. Der Regen peitscht uns ins Gesicht. Milan ist plötzlich ganz still neben mir, auch ich kann nicht mehr schreien. Nachdem wir heil wieder angekommen sind, frage ich Milan vorsichtig, ob es sehr schlimm war für ihn. Er guckt mich, ziemlich weiß ums Näschen kurz an, sammelt sich, und sagt dann: „Wir könnten auch nochmal fahren!“

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Nichts für Zartbesaitete: Fenix
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Achterbahn Dwervelwind
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Sehr schnell und sehr lang: Troy
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Bei Novemberwetter durch einen Freizeitpark zu spazieren, hat durchaus auch Vorteile

Wir wollen aber noch ein paar andere Attraktionen ausprobieren, vor allem die Schiffsschaukel Scorpios, die gerade so leer ist, dass wir die hinterste Reihe für uns haben, da, wo es am meisten im Bauch kribbelt und man denkt, man überschlägt sich gleich.

In einem Baumstamm fahren wir Wildwasserbahn (Expedition Zork), einmal geht es rückwärts, einmal vorwärts steil hinab, das macht echt Spaß. In zwei großen Hallen tauen wir drinnen auf, die Jungs klettern und spielen, es gibt hier auch für kleinere und/oder nicht so wagemutige Kinder viele Karussells, wie zum Beispiel ein Kettenkarussell, sich drehende Teetassen, einen Rutschenpark und eine Kinderachterbahn.

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Schiffsschaukel Scorpios
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Wildwasserbahn, drinnen und draußen

Die Bobbahn Maximus’ Blitz Bahn ist eine Attraktion, auf die sich auch Andi und Mato trauen, nicht hoch, nicht schnell drehend und man kann die Geschwindigkeit selbst bestimmen. Hiermit fahren wir also ein paar Mal zusammen, jeweils ein Elternteil mit einem Kind.

Für Einkehrmöglichkeiten ist in Toverland natürlich auch gesorgt. Wir essen mittags im à la carte Restaurant The Flaming Feather. Bei schönem Wetter kann man hier auch schön draußen sitzen. Jetzt im Winter sitzen wir lieber drinnen am offenen Kamin. Im Sommer ist es sicherlich auch toll im Toverland, mit vielen Wasserspielmöglichkeiten draußen. Die Schlangen an den Attraktionen sind dann aber sicherlich auch um einiges länger als heute.

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Hier kann man bei Kälte und Nässe auftauen und Spaß haben
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Hüpfen, Springen, Klettern im Toverland

Abendessen im Schlaraffenland (ABC Restaurant in Sevenum)

Unweit von Toverland entfernt liegt unser Campingplatz De Schatberg, und direkt daneben das ABC Restaurant. Von außen eine unspektakuläre Halle mit diesem Namen, unter dem man sich nicht viel vorstellen kann, werden wir drinnen eines Besseren belehrt. Die Dame, die uns das Prinzip des bzw. der Restaurants erklärt, denn eigentlich sind es 11 unter einem Dach, kann kaum ausreden, weil die Jungs nach jeder neuen Info, welches Restaurant es hier noch gibt, aufgeregt „geil!“ rufen. Ob das hier das Schlaraffenland sei? Man muss also gut planen, wenn man sich nicht komplett überfressen will. Wir nehmen erst einmal an einem gemütlichen Ecktisch im Steakhouse Platz, dann verschaffen wir uns einen Überblick. Wie sollen wir starten? Sushi oder Burger? Hotdog oder Fischbuffet? Herzhafte Pfannkuchen oder süße? Mexikanisch oder chinesisch? Ganz zu schweigen von der Salatbar und dem sehr üppigen Nachtischangebot (der absolute Hit für die Kinder: Zuckerwatte!). Die Wasserbar ist ebenfalls ein Paradies für mich: Wasser mit Melonenstücken, Gurke, Apfel-Zimt. Minze, Orange, Basilikum..., die anderen Geschmacksrichtungen fallen wir schon gar nicht mehr ein. Da ich vom vielen Achterbahnfahren und –schreien heiser bin, freue ich mich heute auch besonders über die Teeecke, wo man sich zwischen frischer Minze, Orange, Zitrone und Chili entscheiden muss (und das sind nur die Tees, die man sich selbst frisch zubereitet). Wir bleiben also recht lange, flitzen immer wieder los, um doch noch eine Portion Fisch, Fleisch, Gemüse, Salat, eine Tortilla oder einen selbst kreierten Pfannkuchen nachzuholen, ein paar Poffertjes mit heißen Kirschen und Eiskugeln nach Wahl, oder doch lieber ein Stückchen Tiramisu oder Käsekuchen. Andi und ich bleiben auf ein Bier bzw. einen frischen Minz-Orange-Tee noch etwas länger sitzen, während die Jungs das Spielplatz-Angebot (indoor) ausprobieren.

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11 Restaurants in einem
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Nur ein kleiner Teil des Nachtischbuffets
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Welches Wasser darf es sein?

Camping mit eigenem Waschhaus auf dem Campingplatz De Schatberg in Sevenum

Das kannten wir bisher nur aus Namibia: Hier haben wir einen eigenen Stellplatz mit zugehörigem Waschhaus, das wir fürs Waschen, Duschen und Spülen (Spülmaschinen inklusive) nutzen können, und das natürlich auch eine Toilette enthält. Wer bei 7 Grad also wenig Lust hat, in Schläppchen ein paar hundert Meter zum nächsten Waschhaus zu latschen, so wie ich, ist hier genau richtig. Um uns herum ein paar Dauercamper, und ein großes Freizeitangebot, von dem die Jungs zumindest den Fußballplatz nutzen. Überall Wasser, man kann hier sogar Wasserski fahren und es gibt eine eigene Badestelle für Hunde. Hier schlafen wir gut, frühstücken am nächsten Morgen mit Sonne, die in unser Wohnmobil scheint, und dann geht es auch schon wieder weiter in Richtung Roermond.

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Camping mit eigenem Haus
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Frühstück in der Sonne

Kartfahren im Euro Indoor Karting in Swalmen

Einmal wie Max Verstappen um die Kurven heizen! Das kann man im Euro Indoor Karting Center in Swalmen. Milan pest gleich los, natürlich gut gesichert mit Helm, Nackenschutz und vorheriger Einweisung. Mato dürfte als Siebenjähriger zwar auch schon alleine fahren, hat aber etwas Respekt davor, sodass er doch lieber mit Andi im Zweisitzer fährt. Ich fahre anschließend mit Andi mit ungefähr 15 anderen Erwachsenen, davon 95 % Männer, von denen die meisten so wirken, als würden sie häufiger Rennen fahren (ich hoffe nur hier und nicht auf deutschen Autobahnen, kleiner Scherz). Sie tragen sogar Rennfahreranzüge! Ich hingegen halte mich gemütlich an die blaue Flagge und lasse sie allesamt passieren. Andi ist recht weit vorne dabei. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft er mich überrundet hat. Ich belege schließlich den allerletzten Platz, dafür unfallfrei. Und Spaß hatten wir hier alle. Die Stimmung ist nett hier, auch das Zuschauen macht Spaß. Das ist von einer Terrasse oder vom zugehörigen Café/Restaurant aus möglich.

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Sicherheitseinweisung
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In den Startlöchern
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Siegerehrung

Asselt: Mittagessen im Grand Café – Restaurant de Boei und Spaziergang entlang der Asseltse Seen

Rennfahren macht hungrig, selbst nach meiner sicherheitsorientierten Fahrweise. Wir kehren ins Grand Café – Restaurant de Boei in Asselt ein, wo wir vom gemütlichen Wintergarten aus einen guten Blick auf die Seenlandschaft haben. Es gibt hier eine große Mittagskarte mit vielen leckeren Gerichten und großen Portionen, auch Kindergerichte sind dabei (die Portionen würden aber auch für Erwachsene dicke reichen). Danach wandern wir entlang der Asseltse Seen, einem ziemlichen Seengewirr an der Maas, und spielen noch eine Runde Fußball auf einer Wiese, was im hohen, feuchten Gras gar nicht so leicht ist. Mit dem Wetter haben wir heute übrigens Riesenglück. Es ist viel wärmer als gestern und die Sonne scheint.

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Sehr leckeres Mittagessen im Gand Café – Restaurant de Boei in Asselt
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Fischessen im Gand Café – Restaurant de Boei in Asselt
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Asseltse Seen

Roermond Designer Outlet, der Shoppingklassiker

Man hat uns gewarnt, wie voll es hier sei und vor langer Zeit haben wir uns davon auch selbst einmal ein Bild davon machen können. Allerdings kommen wir auf dem Weg zum nächsten Campingplatz direkt am Designer Outlet Roermond vorbei, der Stau ist jetzt, am späteren Nachmittags nicht mehr da, und die Jungs brauchen dringend Winterschuhe. Zum Gück gibt es hier extra Wohnmobilparkplätze. Wir werden fündig, und sind froh, dieses To do erledigt zu haben, denn in der Woche in Köln schaffen wir es eh nie in die Stadt zu gehen. Und leerer ist es da auch nicht!

Übernachtung im Resort Marina Oolderhuuske in Roermond mit feinem Abendessen im Restaurant Heere aan de Maas

Im Resort Marina Oolderhuuske haben wir einen Stellplatz mit Blick aufs Wasser. Eine Riesenanlage, die wirklich alles bietet. Schade, dass wir nur so kurz hier sind. Zumindest den Super Spielplatz gleich in der Nähe unseres Stellplatzes machen die Jungs (und wir) abends noch unsicher. Aber zuerst gehen wir sehr fein und sehr lecker essen, im Restaurant Heere aan de Maas auf dem Resortgelände. Hier sitzt man nicht nur sehr schön, sondern das Essen ist einfach superlecker. Ein großes, feines Vorspeisenbuffet, das allein schon ausreichen würde, um richtig satt zu werden. Als Hauptgerichte frisch in der offenen Küche zubereitete Fleisch- und Fischgerichte mit sehr leckeren und vielfältigen Beilagen. Ein Suppen- und Salatbuffet gibt es auch. Meinen Salat esse ich mit Himbeerdressing. Zum Abschluss ein Dessertbuffet, von dem die Jungs natürlich verschiedene Eiskugeln wählen, aber auch frisches Obst, Créme Brulée, Mousse auch chocolat und andere Cremes fehlen hier nicht. Zum Glück gibt es draußen die Spielplätze, auf denen wir noch ein bisschen toben und dabei das viele Essen verdauen können.

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Sehr feines Abendessen im Restaurant Heere aan de Maas
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Noch ein bisschen Toben auf dem Spielplatz

Frühstück im Restaurant Sea Side

Zum Resort Marina Oolderhuuske gehört auch ein nettes kleines Lädchen/Café-Restaurant Sea Side direkt am Jachthafen. Hier kann man lecker à la carte frühstücken, was wir auch tun. Danach drehen wir noch eine Runde auf dem Karussell des Spielplatzes und packen unsere Sachen zur Abfahrt nach Südlimburg, wo wir heute auch noch einiges erleben werden.

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Frühstück mit Blick auf die Marina
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Stellplatz direkt an der Maas

Skifahren in der Skihalle SnowWorld in Landgraaf

Angekommen in Landgraaf, ziehen wir uns im Wohnmobil um (wie praktisch). In voller Skimontur betreten wir die Skihalle SnowWorld, wobei das SnowWorld nicht nur eine Skihalle ist. Hier kann man auch wie auf einer Skihütte im Hotel übernachten und essen, stilecht zum Beispiel Käsefondue, Geburtstage feiern, Skirennen fahren, etc. Da wir keine eigene Skiausrüstung besitzen, leihen wir uns zunächst Skier, Skischuhe und Helme, und dann geht’s ab auf die Piste. Da unser letzter Skiurlaub im Montafon noch nicht allzu lang her ist, fahren wir den kleinen Übungshügel nur einmal kurz zum Aufwärmen hinab und trauen uns dann gleich auf die Piste, die wir sowohl mit Teller- als auch mit Sessellift hinauffahren können. Für Snowboarder und mutige Skifahrer wie unsere Jungs gibt es sogar ein paar Sprungschanzen. Wir fahren zwei Stunden und das reicht mir angesichts der minus 4 Grad auch, denn das einzige, was in der Halle fehlt, ist die wärmende Sonne. Nach dem Skifahren kann man hier tatsächlich auch auf einer Hütte (auf der Piste!) zum Après-Ski einkehren. Wir fahren aber weiter, um uns noch das Schinveld anzusehen.

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Mit dem Lift auf die Piste
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Und Abfahrt!

Mittagessen im Restaurant Biej de Tant in Schinveld

Am Rande des Schinvelder Waldes kehren wir, hungrig vom Skifahren, in das Restaurant Biej de Tant ein, das von Familie von Eijk betrieben wird. Hier sitzt man gemütlich im Waldhäuschen und das Essen ist auch sehr lecker. Das Brot frisch gebacken, üppig belegt mit verschiedenen Leckereien, lassen wir es uns hier gutgehen, bevor es weitergeht mit unserem letzten Ausflugsziel, den Schinveldse Bossen, die uns Rick von Eijk zeigt.

Erkunden der Schinveldse Bossen im Planwagen

Der Schinvelder Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Region und bildet eine Art Ausbuchtung direkt an der Grenze zu Deutschland. Mit dem Planwagen fahren wir über matschigen Grund, denn die Böden hier sind besonders feucht. Zu sehen bekommen wir hier die älteste Buche der Niederlande, zu der wir über Gräben wandern, wo früher die Dorfbewohner „wild“ begraben wurden, was unsere Jungs schön-schaurig finden. Weiter zockeln wir an schottischen Hochlandrindern, Ponys und friedlich grasenden Schafen vorbei. Im Sommer hat auch das Freilichtmuseum Nonke Buusjke geöffnet, wo man in verschiedenen Gebäuden und auf dem Hof das Leben der letzten Jahrhundertwende gut nachempfinden kann. Das Waldgebiet ist auch jetzt im Herbst schön, naturbelassen und irgendwie besonders mit seiner Mischung aus Birken- und Buchenwald, Heidelandschaft und still daliegenden Seen. Ein schöner Naturabschluss eines sehr abwechslungsreichen Limburg-Wochenendes!

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Im Planwagen durch den Schinvelder Wald
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Waldspaziergang
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Jahrhunderte alte Buche
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Freilichtmuseum Nonke Buusjke
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See im Schinvelder Wald

Kommentare

Anna-Lena

Super interessant! Ich sag ja, Niederlande sind nicht nur Amsterdam! Hört sich super schön an und die Fotos sind klasse.
Treue Fans von travelisto
Anna-Lena

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