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D'Kammer - Bed& Breakfast im Allgäu

Unser Start in die Herbstferien

Unbezahlte Werbung, unabhängige Meinung.

Freitag gibt es Herbstferien. Sonntag wollen wir losfahren ins Allgäu und dort eine Wohnmobilrundreise starten. Samstag morgen wird Köln zum Corona Hotspot deklariert. Was nun? Als Risikogebietsbewohner dürfen wir in Bayern nicht beherbergt werden, auch nicht auf Camping- und Stellplätzen - Es sei denn, wir können ein negatives COVID-19 Testergebnis vorweisen. Doch wo sollen wir das so schnell hernehmen? Einfach aufzugeben und zuhause zu bleiben, ist jedenfalls keine Option. Also sieht unser Samstag so aus: Wir fahren zum Kölner Hauptbahnhof, um uns bei der dortigen Teststation testen zu lassen. Die ewig lange Schlange schreckt uns ab. Wir bekommen aber den guten Tipp, zum Flughafen zu fahren und uns dort testen zu lassen. Fahrräder also zurück in die Garage, umgestiegen ins Auto. Am Flughafen, der insgesamt ziemlich verwaist wirkt, ist tatsächlich überhaupt nichts los. Nach 15 Minuten sind wir durch und haben nur noch ein fieses Stäbchengefühl in der Nase. Zurück zuhause, sind wir etwas unentschlossen, ob wir schon packen sollen. In „ein bis drei Tagen“ soll unser Ergebnis da sein. Obwohl wir benachrichtigt werden sollen, glotzen wir im 5- Minutentakt auf unsere Corona Warn Apps, was natürlich auch nicht hilft. Ich rufe schon vorsorglich unsere Gastgeberin Julia an, in deren Unterkunft d‘Kammer in Illerbeuren wir die erste Nacht verbringen wollen, dass wir vielleicht nun doch nicht kommen können. Das Warten ist frustrierend.

Am Sonntag geht dann plötzlich alles ganz schnell. Matos Testergebnis trudelt schon am frühen Morgen ein, unsere anderen nach und nach, bis wir mittags alle beisammenhaben. So schnell haben wir noch nie gepackt, den Käfig unserer Wellensittiche saubergemacht und die Wohnung parat gemacht. Um 14.15 Uhr sitzen wir dann endlich im vollgepackten Auto und fahren gen Süden. Fast hätten wir nicht mehr daran geglaubt.

D‘Kammer ist genau der Ort, an dem man nach einem solchen Stress und fünfeinhalbstündiger Fahrt gerne ankommt und Julia genau die Gastgeberin, von der man dann empfangen werden möchte. Sie ist selbst in dem alten Bauernhaus ihrer Großmutter aufgewachsen und hat es vor drei Jahren als Bed & Breakfast liebevoll hergerichtet. Es gibt hier drei hübsche Schlafkammern, Küche und Aufenthaltsraum, Toilette und eigene Dusch-/Waschräume für jede Kammer auf dem Flur. Wir haben uns für eine gemeinsame Kammer zu viert entschieden, mit Doppelbett und zwei gemütlichen Zustellbetten. Das kuschelige, warme Bettzeug mit hübsch kariertem Bezug erinnert mich an Übernachtungen bei meiner eigenen Oma. Hier schlafen wir ruhig und gut.

Allgäu
Der Frühstücksraum
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Gemütlich gebettet in der Schlafkammer
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Hier fühlen wir uns direkt sehr wohl
Allgäu
Hier stimmt jedes liebesvolle Detail (ohne dass es übertrieben wirkt!)

Am nächsten Morgen wollen unsere Jungs unbedingt noch vor dem Frühstück draußen Spielplatz, Schuppen und Werkstatt erkunden, die einiges zu bieten haben für Kinder. Man muss sich nur entscheiden, ob man erst baggern oder doch lieber Kettcar fahren möchte. Oder lieber wieder lieber einkehrt und das sehr leckere Frühstück genießt.

Wir frühstücken schon einmal, und zwar sehr lecker, bio und nachhaltig mit Produkten aus der Region und köstlichen selbstgemachten Marmeladen von Julias Tante, mit teils so abgefahrenen Geschmacksrichtungen wie Birne-Banane-Tonkabohne, meinem Favoriten. Auch sonst ist alles genau nach unserem Geschmack: Frühstückseier, selbstgemachtes Birchermüesli, Allgäuer Käse- und Wurstspezialitäten und vielem mehr.

Allgäu
Der Frühstückstisch ist schon gedeckt
Allgäu
Mit diesem Frühstück fängt der Tag schon sehr glücklich an

„Können wir nicht noch länger bleiben?“, quengeln die Jungs, als wir aufbrechen müssen. Das würden wir auch gerne, „müssen“ aber um 10.30 Uhr unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen im nahen Leutkirch in Empfang nehmen. Allerdings wollen wir noch einmal wiederkommen. Unbedingt wollen wir auch das Schwäbische Bauernhofmuseum, ein Freilichtmuseum gleich gegenüber, besuchen. Und am liebsten auch noch einmal zu d‘Kammer zurückkehren, denn wir haben uns hier super wohlgefühlt. Schade, dass Illerbeuren so weit von Köln entfernt liegt, denn auch für unser jährliches Familienwochenende zu elft mit meiner Familie wäre d‘Kammer ideal. Und das Unterallgäu hat so einiges zu bieten. Julias Mann, obwohl Maschinenbauer und kein Grafikdesigner, hat selbst einige Wanderkarten mit familienfreundlichen Wegen und Aktivitäten erstellt. Familien mit Kindern sind die Hauptbesuchergruppe d‘Kammer. Ich wüsste allerdings nicht, warum sich nicht auch Alleinreisende (mit und ohne Kind), Paare oder auch Wandergruppen hier wohlfühlen sollten.

Allgäu
Tschüß D'Kammer

Kommentare

Ulrike

Ich freue mich, mal wieder von euch zu lesen ! Dass ihr euch in dˋKammer wohl gefühlt habt, glaube ich sofort! Alles sieht nach „mit Liebe gemacht“ aus. Es ist gar nicht so einfach, geschmackvolle, ohne mit Großmutters Barockmöbel eingerichtete Ferienwohnungen zu finden. Guter Tipp.
Herzliche Grüße
Ulrike

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